Frankfurt bekommt 2025 ein Loriot-Museum – ein kultureller Leckerbissen für Satirefans
Francesco HeinrichWarum Loriot jetzt ein Frankfurter ist - Frankfurt bekommt 2025 ein Loriot-Museum – ein kultureller Leckerbissen für Satirefans
Frankfurt am Main bekommt bald ein Museum für Loriot – einen der bedeutendsten Humoristen Deutschlands
In Frankfurt am Main entsteht in Kürze ein Museum, das dem Werk Loriots gewidmet ist, eines der gefeiertsten Satiriker des Landes. Die Sammlung mit Tausenden Originalwerken wird im historischen Leinwandhaus neben dem Frankfurter Dom untergebracht. Stadtvertreter bezeichnen das Projekt als einen bedeutenden kulturellen Meilenstein.
Der Nachlass Loriots, der dem Karikaturmuseum Frankfurt – Museum für Komische Kunst anvertraut wurde, umfasst rund 3.000 Originalzeichnungen, Manuskripte und Drehbücher. Hinzu kommen Filmrollen, Requisiten, Bühnenentwürfe sowie persönliche Gegenstände aus dem Arbeitszimmer des Künstlers. Allein die Katalogisierung dieser Bestände wird voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Die Wahl fiel auf Frankfurt wegen der engen Verbindung zur Neuen Frankfurter Schule, einer Bewegung, mit der sich Loriot stark identifizierte. Die Kulturdezernentin der Stadt, Ina Hartwig, bezeichnete die Sicherung des Nachlasses als einen „echten Coup“ für die Region. Da im Leinwandhaus nur begrenzter Platz zur Verfügung steht, prüfen die Verantwortlichen derzeit einen zusätzlichen Standort, um die gesamte Sammlung angemessen präsentieren zu können.
Die Eröffnung des Museums ist derzeit für Ende 2025 geplant. Bereits davor sollen ausgewählte Exponate in temporären Pop-up-Ausstellungen zu sehen sein. Das Projektteam warnt jedoch, dass die vollständige Aufbereitung der Dauerausstellung noch einige Jahre über den Eröffnungstermin hinaus dauern könnte.
Sobald das Museum fertiggestellt ist, wird es Besuchern einen tiefen Einblick in Loriots schöpferischen Prozess und sein Vermächtnis bieten. Die Ansiedlung der Sammlung festigt Frankfurts Ruf als Zentrum für Kunst und Satire. Die Organisatoren arbeiten weiterhin an der Bestandsaufnahme und der Erweiterung der Ausstellungsflächen, um das umfangreiche Archiv angemessen unterzubringen.
