Französischer Raser ohne Führerschein: 188 km/h und 1.000-Euro-Strafe auf der A33
Dora CichoriusFranzösischer Raser ohne Führerschein: 188 km/h und 1.000-Euro-Strafe auf der A33
Ein französischer Autofahrer ist auf einer deutschen Autobahn wegen überhöhtem Tempo und zu geringem Sicherheitsabstand aufgefallen – und damit begann eine Reihe von Entdeckungen, darunter ein entzogener Führerschein und ein unbezahlter Bußgeldbescheid von über 1.000 Euro. Die Behörden griffen umgehend ein, als sie den Mann in der Nähe von Diepholz anhielten.
Eine zivile Streife der Polizei Osnabrück beobachtete auf der A33 einen Mercedes-Benz der C-Klasse, der mit 116 km/h unterwegs war und dabei dem vorausfahrenden Fahrzeug nur 12 Meter Abstand ließ. Die Beamten stoppten den Fahrer wegen Nötigung im Straßenverkehr und überhöhter Geschwindigkeit.
Bei der Kontrolle legte der Mann einen französischen Personalausweis und einen französischen Führerschein vor. Dabei stellte sich heraus, dass ihm die Fahrerlaubnis nach französischem Recht entzogen worden war. Zudem lag gegen ihn in Deutschland ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis vor – verbunden mit einem Bußgeld von über 1.000 Euro.
Der Fahrer beglich die Strafe zwar sofort vor Ort, konnte jedoch keinen Nachweis über einen festen Wohnsitz in Deutschland erbringen. Daraufhin wurde von ihm eine Sicherheitsleistung eingezogen. Später wurde derselbe Fahrer in einer Tempo-100-Zone mit 188 km/h geblitzt.
Der Fall zeigt eine Reihe von Verkehrsverstößen auf, darunter Rasen, Nötigung durch zu geringen Abstand und Fahren trotz Führerscheinentzugs. Nach deutschem Recht können in solchen Fällen Fahrverbote von sechs Monaten bis zu fünf Jahren verhängt werden. Die Sicherheitsleistung bleibt vorerst bei den Behörden, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind.
