Friseure in Deutschland schaffen geschlechtsabhängige Preise ab – jetzt zählt der Aufwand
Sylvio ThiesFriseure in Deutschland schaffen geschlechtsabhängige Preise ab – jetzt zählt der Aufwand
Friseure in Deutschland stellen ihre Preismodelle um: Künftig zählt nicht das Geschlecht, sondern der Arbeitsaufwand. Statt geschlechtsspezifischer Preise sollen Kunden bald nach dem tatsächlichen Service abrechnen. Die Reform soll für mehr Klarheit und Gerechtigkeit sorgen.
Das neue System orientiert sich an Faktoren wie Haarlänge, Dichte, Zeitaufwand und verwendeten Materialien. Die Preisliste wird Dienstleistungen in Kategorien wie „kurzes Haar“, „mittellanges Haar“ oder „langes Haar“ einteilen. Damit entfällt das bisherige Modell, bei dem Frauen für ähnliche Schnitte oft mehr bezahlten als Männer.
Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks betont, dass es bei der Änderung um Fairness gehe – nicht um Ideologie. Er fordert alle Salons auf, ihre Preislisten und Rabattmodelle unverzüglich anzupassen. Die Reform folgt einer Initiative im Bundestag, wo bereits die erste Lesung eines entsprechenden Gesetzesentwurfs stattgefunden hat.
Zudem ist ein neues Gesetz in Vorbereitung, das Preisdiskriminierung unterbinden soll. Unternehmen müssen sich an Antidiskriminierungsvorschriften halten, andernfalls drohen Klagen und Schadensersatzforderungen. Die Neuregelung macht die Preisgestaltung nicht nur transparenter, sondern auch rechtssicher. Kunden zahlen künftig für die erbrachte Leistung – nicht für ihr Geschlecht. Salons sollten ihre Preise zeitnah anpassen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.






