19 June 2026, 08:12

Galeria vor dem Aus: 83 Filialen kämpfen um ihr Überleben

Galeria am Abgrund: Was kommt als Nächstes für die Mainzer Filiale?

Galeria vor dem Aus: 83 Filialen kämpfen um ihr Überleben

Galeria-Kaufhauskette steht vor neuer Pleitewelle

Die deutsche Warenhauskette Galeria steckt erneut in einer schweren Finanzkrise. Der Händler benötigt dringend eine Kapitalzufuhr, um die Insolvenz abzuwenden. Die 83 Standorte des Unternehmens stehen unter enormem Druck, während der Konzern ums Überleben kämpft.

Aktuell verhandelt Galeria mit dem US-Investor Gordon Brothers über ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro. Die Mittel sollen eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mietzahlungen decken. Scheitert das Geschäft, droht der Kollaps der gesamten Kette.

Vorstandschef Tilo Hellenbock hat bereits die Bestellungen für neue Ware in allen Filialen gestrichen. Mit Rabattaktionen von bis zu 70 Prozent versucht das Unternehmen nun, dringend benötigte Liquidität zu generieren und die Gehälter der 12.000 Mitarbeiter zu zahlen. Sollte die Kreditverhandlung scheitern, könnten einige Standorte bereits in diesem Sommer wegen Warenmangels schließen müssen.

Selbst bei einem erfolgreichen Deal stünde eine umfassende Restrukturierung an. Rund 30 der 83 Filialen müssten geschlossen und die Verkaufsflächen verringert werden. Branchenkenner halten das Ziel des Investors, Galeria bis 2028 wieder profitabel zu machen, für äußerst ambitioniert.

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Unklar bleibt die Zukunft einzelner Standorte, etwa des Hauses in der Mainzer Altstadt in der Schusterstraße. Galeria äußert sich nicht zu möglichen Schließungen. Experten warnen zudem, dass das geplante Darlehen möglicherweise nicht ausreichen werde, da die Kette weiterhin Millionenverluste pro Monat verbucht.

Die Entscheidung über den Deal mit Gordon Brothers wird die unmittelbare Zukunft von Galeria besiegeln. Ohne die Finanzspritze droht dem Unternehmen das Aus. Selbst mit dem Kredit sind massive Filialschließungen und ein radikaler Umbau geplant, um das Geschäft am Laufen zu halten.

Quelle