Gefahrgut-Unfall auf der A2: Natriumfluorid-Fass kippt in Lkw um
Francesco HeinrichGefahrgut-Unfall auf der A2: Natriumfluorid-Fass kippt in Lkw um
Gefahrgut-Zwischenfall auf der A2 bei Vlotho in den frühen Morgenstunden
In den frühen Morgenstunden hat sich auf der Autobahn A2 bei Vlotho ein Gefahrgut-Vorfall ereignet. Die Behörden griffen ein, nachdem ein Lkw mit Natriumfluorid ohne ordnungsgemäße Beleuchtung unterwegs war. Bei dem Fahrzeug wurden später mehrere Sicherheitsmängel festgestellt, was eine Notfallreaktion auslöste.
Gegen 3:40 Uhr meldeten Autofahrer der Polizei einen Lastwagen, der auf der A2 in Richtung Hannover fuhr. Das Fahrzeug verfügte über keine funktionierenden Rückleuchten und war nur mit blinkender Warnblinkanlage unterwegs. Ein Streifenwagen stoppte den Sattelschlepper an der Ausfahrt Vlotho-West und wies den Fahrer an, an der Kreuzung Detmolder Straße/Steinbrinkstraße anzuhalten.
Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass eines der mit Natriumfluorid beladenen Fässer während der Fahrt umgekippt war. Der 52-jährige Fahrer, der aus Belarus stammt, hatte die Ladung nicht vorschriftsmäßig gesichert. Die Behörden sperrten umgehend einen Radius von 50 Metern um den Lkw ab und alarmierten die Feuerwehr, da es sich bei der Substanz um einen gefährlichen Stoff handelt.
Die Einsatzkräfte begannen damit, den Inhalt des beschädigten Fasses in einen Auffangbehälter umzufüllen, um Austritte zu verhindern. Sowohl der Fahrer als auch ein Polizeibeamter durchliefen vorsorglich eine Dekontamination. Der Lkw wurde als nicht verkehrssicher eingestuft und durfte seine Fahrt nicht fortsetzen.
Die Ermittler bestätigten mindestens vier Verstöße gegen die Gefahrgutvorschriften. Am Fahrzeug fehlte das vorgeschriebene Gefahrgut-Schild, und die defekte Beleuchtung hatte den Fahrer gezwungen, die Warnblinkanlage als improvisierte Warnung zu nutzen.
Der Lastwagen bleibt vorerst stillgelegt, während die Einsatzkräfte das Natriumfluorid sichern. Die Behörden prüfen die Verstöße, zu denen unsachgemäße Ladungssicherung, fehlende Sicherheitskennzeichnungen und defekte Beleuchtung zählen. Fahrer und betroffener Beamter wurden nach der Dekontamination entlassen, die Ermittlungen dauern jedoch an.






