30 January 2026, 15:01

Gericht ebnet Weg für umstrittene Gasbohrungen nahe Borkum

Ein verrosteter Metall-Schachtobdeckel auf dem Boden mit dem Wort "Gas" darauf.

Gasbohrung auf Borkum: Gericht bestätigt Sofortvollzug - Gericht ebnet Weg für umstrittene Gasbohrungen nahe Borkum

Ein Gerichtsurteil hat den Weg für umstrittene Gasbohrungen in der Nähe der Nordseeinsel Borkum freigemacht. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg wies einen Eilantrag zur Blockade des Projekts ab und ermöglichte damit den sofortigen Beginn der Erkundungsarbeiten. Eine vollständige Förderung erfordert jedoch noch weitere Genehmigungen.

Das niederländische Energieunternehmen One-Dyas plant, von einer Plattform im niederländischen Sektor der Nordsee aus in deutsche Hoheitsgewässer zu bohren. Die Gaslagerstätte erstreckt sich über die Gewässer beider Länder, wobei auf niederländischer Seite bereits gefördert wird. Ein bilateraler Vertrag zur Aufteilung der Reserven wurde zwar unterzeichnet, ist aber noch nicht ratifiziert.

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Das Gericht bestätigte, dass keine Hinweise auf eine rechtswidrige Genehmigung des Projekts vorlägen. Damit wurde den Einsprüchen der Gemeinden Borkum und Juist, die die Bohrungen stoppen wollten, eine Absage erteilt. Sowohl der Hauptbetriebsplan als auch eine Sondergenehmigung für die ersten Erkundungsarbeiten wurden bereits erteilt.

Allerdings ist für die Gasförderung auf deutscher Seite der Lagerstätte noch eine zusätzliche Sondergenehmigung erforderlich. Der Betreiber der geplanten Erdgasspeicheranlage bei Borkum wurde bisher nicht öffentlich bekannt gegeben.

Die Erkundungsbohrungen können nun beginnen, doch die endgültige Genehmigung für die vollständige Förderung steht noch aus. Das Urteil des Gerichts ermöglicht es dem Projekt, trotz laufender rechtlicher Herausforderungen voranzuschreiten. Weitere Genehmigungen und die Ratifizierung des bilateralen Vertrags werden die nächsten Schritte für die Erschließung des Gasfelds bestimmen.