19 December 2025, 20:33

Gewalt im Jugendfußball: Fall Wolfenbüttel beschäftigt Landespolitik

Mehrere Spieler sind in ein Fußballspiel auf einem von einem Maschendrahtzaun umgebenen Feld involviert, mit Bäumen, Leitern und Strommasten auf der anderen Seite.

Gewalt im Jugendfußball: Fall Wolfenbüttel beschäftigt Landespolitik

Gewalt im Jugendfußball: Fall aus Wolfenbüttel beschäftigt Landespolitik

Teaser: Nach einem gewalttätigen Vorfall bei einem Jugendfußballspiel in Wolfenbüttel hat sich auch der Niedersächsische Landtag mit dem Fall befasst.

Artikel: Ein Jugendfußballspieler in Wolfenbüttel wurde am 20. August 2025 während eines Spiels brutal angegriffen. Die auf Video festgehaltene Attacke ging von einer Gruppe von fünf bis sieben Personen aus. Die Polizei hat inzwischen einen 28-jährigen Mann als Tatverdächtigen im Fall der schweren Körperverletzung identifiziert.

Das Opfer wurde ins Gesicht geschlagen und anschließend am Boden liegend getreten. Der Vorfall wurde gefilmt, die Angreifer sind auf den Aufnahmen deutlich zu erkennen. Die Ermittler gehen nun von einer schweren Körperverletzung aus.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Stephan Bothe, AfD-Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag, zeigte sich besorgt über den Angriff. Er verwies auf Medienberichte, die eine Zunahme gewalttätiger Zwischenfälle bei Jugendfußballspielen belegen – oft mit Beteiligung von Trainern oder Zuschauern. Bothe forderte von den Verantwortlichen Aufklärung sowohl zu diesem konkreten Fall als auch zur generellen Gewaltproblematik im Amateurfußball. Die Landesregierung räumte ein, dass es keine offiziellen Statistiken zu Stadionverboten oder Gewaltdelikten in den niedersächsischen Jugend- und Amateurligen gibt. Ein Kriminologe der Universität Tübingen stellte zudem die Zuverlässigkeit der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veröffentlichten Gewaltstatistiken infrage. Gleichzeitig bestätigen Behörden, dass viele Vorfälle in den unteren Ligen vermutlich gar nicht gemeldet werden.

Der Angriff in Wolfenbüttel hat die Lücken bei der Erfassung von Gewalt im Jugendfußball offenbart. Ohne zentrale Dokumentation bleibt das tatsächliche Ausmaß des Problems unklar. Die Polizei ermittelt weiterhin gegen den identifizierten Tatverdächtigen und zu den Hintergründen der Tat.