Goslarer Kampagne ehrt mutige Bürger für Zivilcourage und schnelles Handeln
Leila BlochGoslarer Kampagne ehrt mutige Bürger für Zivilcourage und schnelles Handeln
Goslarer Kampagne für Zivilcourage (GZK) ehrt erneut mutige Bürgerinnen und Bürger
Die Goslarer Kampagne für Zivilcourage (GZK) hat auch in diesem Jahr wieder Anwohnerinnen und Anwohner für ihren Mut und ihr schnelles Handeln ausgezeichnet. Bei der diesjährigen Verleihung wurden Menschen gewürdigt, die in entscheidenden Momenten eingriffen – sei es durch die Verhinderung von Betrugsfällen oder die Hilfe für schutzbedürftige Personen. Die Preise hoben zudem langfristige Initiativen hervor, die den Zusammenhalt in der Gemeinschaft stärken und das bürgerliche Engagement fördern.
Zu den Geehrten zählte Ali-Abou Hamoud, Leiter der Volkshochschule Clausthal-Zellerfeld. Er erhielt den Sonderpreis für Demokratie für ein inklusives Projekt, das das Vertrauen zwischen der lokalen Bevölkerung und der Polizei aufbaut. Seine Arbeit hat dazu beigetragen, Gräben zu überwinden und das gegenseitige Verständnis in der Region zu verbessern.
Auch Claudia Kohl, Lehrerin an der Grundschule Oker, wurde für ihr jahrelanges Engagement ausgezeichnet. Sie setzt sich seit Langem dafür ein, Kindern Zivilcourage zu vermitteln, und bringt ihnen bei, wie wichtig es ist, für andere einzustehen.
Mehrere Preise gingen an Personen, die in Notfällen entschlossen handelten. Kiell Paul Thiel und Patrick Barfuss verhinderten einen finanziellen Schaden, indem sie eine Geldüberweisung stoppten, nachdem ein Opfer einen betrügerischen Schockanruf erhalten hatte. Sophie Hölzner griff ebenfalls ein, um eine ältere Frau vor Betrügern zu schützen. Martina Heine half unterdessen einer 88-jährigen, desorientierten Frau, die allein unterwegs war, und alarmierte die Behörden, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Tanja Franken und Kathlen Unger wurden für ihren Mut in der Innenstadt ausgezeichnet. Sie kamen einem verletzten Mann zu Hilfe und arbeiteten mit der Polizei zusammen, um einen seiner Angreifer festzuhalten.
Seit ihrem Start vor 16 Jahren hat die GZK bereits über 100 Menschen geehrt. In den ersten Jahren wurden jährlich etwa fünf bis acht Personen ausgezeichnet, in jüngerer Zeit stieg die Zahl auf durchschnittlich 12 bis 15 pro Jahr – mit einem Rekord von 18 Preisträgerinnen und Preisträgern im Jahr 2024.
Die Auszeichnungen zeigen, welch großen Unterschied ganz normale Menschen in ihrer Gemeinschaft bewirken können. Ob durch die Verhinderung von Straftaten oder die Unterstützung Bedürftiger – die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind Vorbilder für Verantwortungsbewusstsein und Mitmenschlichkeit. Ihre Taten spiegeln die wachsende Wirkung der GZK wider, die seit Jahren Zivilcourage in Goslar fördert.






