16 March 2026, 16:23

Göttingen erklärt Gewalt kindgerecht – neues Plakat hilft jungen Opfern

Ein Plakat mit der Aufschrift "Brauchen die Armen die Hilfe ihrer Kinder?" und begleitenden Bildern.

Göttingen erklärt Gewalt kindgerecht – neues Plakat hilft jungen Opfern

Göttingen stellt neues kindgerechtes Plakat vor, das Gewalt einfach erklärt

Unter dem Titel "Das ist alles Gewalt: Informationen für Kinder" hat die Stadt ein neues Plakat veröffentlicht, das von den Koordinierungsstellen für das Übereinkommen von Istanbul in Göttingen erarbeitet wurde. Das Material soll jungen Leserinnen und Lesern helfen, Misshandlung zu erkennen und im Bedarfsfall Unterstützung zu suchen.

Das Plakat erklärt den Begriff Gewalt so, dass ihn bereits Grundschulkinder verstehen können. Es definiert verschiedene Formen von Missbrauch und liefert anschauliche Beispiele, um das Thema greifbar zu machen. Neben den Erklärungen enthält das Design auch Kontaktdaten von spezialisierten Beratungsstellen. Eine zentrale Botschaft betont, dass Kinder niemals Schuld tragen, wenn ihnen Gewalt widerfährt.

Das Plakat ist in den Formaten DIN A2 und DIN A1 erhältlich und kann im Neuen Rathaus sowie im Kreisverwaltungsgebäude in Göttingen abgeholt werden. Zudem wird es über das Gleichstellungsbüro der Stadt Göttingen und das Gleichstellungsbüro des Landkreises Göttingen verteilt. Für eine breitere Zugänglichkeit steht auch eine digitale Version zum kostenlosen Download bereit.

Die Initiative richtet sich besonders an öffentliche Orte, an denen sich Kinder aufhalten – vor allem Schulen. Durch die Platzierung des Plakats in diesen Räumen wollen die Verantwortlichen das Bewusstsein schärfen und junge Menschen ermutigen, sich zu melden, wenn sie Gewalt erleben oder beobachten.

Das Plakat schließt eine Lücke bei kindgerechten Aufklärungsmaterialien zur Gewaltprävention im Rahmen des Istanbul-Übereinkommens. Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen in Göttingen können es nun nutzen, um Kinder über ihre Rechte zu informieren. Ob ähnliche Materialien in anderen deutschen Städten oder Landkreisen existieren, wurde von offizieller Seite nicht bestätigt.

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