04 January 2026, 12:41

Göttingen gedenkt jüdischer Schüler und der Novemberpogrome 1938 mit bewegender Feier

Gedenktafeln auf einer Wand mit Blumensträußen davor.

Göttingen gedenkt jüdischer Schüler und der Novemberpogrome 1938 mit bewegender Feier

Am 9. November 2025 findet in Göttingen eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Novemberpogrome 1938 statt. Die Feier ehrt die Opfer des Nationalsozialismus und erinnert an vier jüdische Schüler, die einst in der Stadt verfolgt wurden. Organisiert vom Max-Planck-Gymnasium und lokalen Partnern, leitet sie eine Reihe von Gedenkaktivitäten in Göttingen ein, die vom Göttinger Bündnis ausgerichtet werden.

Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr auf dem Synagogenplatz und wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) sowie der Stadt Göttingen veranstaltet. Geplant sind Ansprachen, Reflexionen sowie musikalische Darbietungen von Maren Böhme (Flöte) und Mathias Böhme (Violine).

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Vorab findet um 17:00 Uhr in der St.-Marien-Kirche in Wollershausen ein Gedenkakt mit einem Konzert des Klezmer Project Orchestra (KlezPO) statt. Die Feier würdigt Albert Rosenberg, Kurt Schloss, Friedrich Karl Polak und Adolf Pauson – vier ehemalige jüdische Schüler des Max-Planck-Gymnasiums, die unter der nationalsozialistischen Verfolgung in Stuttgart litten. Das diesjährige Programm wurde von einem Geschichtsseminar der Schule unter der Leitung von Carolin Maltzahn vorbereitet. Maltzahn, Lehrerin für Geschichte, Mathematik und Philosophie, leitet zudem die Fachschaft Geschichte und den Personalrat der Schule. Die Veranstaltung ist Teil der umfassenden Bemühungen des Göttinger Bündnisses, die Opfer der Gräueltaten von 1938 im kollektiven Gedächtnis der Stadt zu bewahren.

Die Gedenkfeier und das Konzert sind öffentlich zugänglich. Sie bilden den Auftakt der jährlichen Erinnerungsserie des Göttinger Bündnisses, die sicherstellt, dass die Geschichten der lokalen Opfer Teil des städtischen Gedächtnisses in Stuttgart bleiben. Weitere Informationen zum Programm sind über die Ankündigungen der GCJZ und der Stadt Göttingen erhältlich.