Göttingen gewinnt zweiten Platz beim DWA-Klimapreis für innovativen Hochwasserschutz
Leila BlochGöttingen gewinnt zweiten Platz beim DWA-Klimapreis für innovativen Hochwasserschutz
Die Stadt Göttingen und der Abfallwirtschaftsbetrieb Göttingen (GEB) haben den zweiten Platz beim DWA-Klimapreis belegt. Die Auszeichnung würdigt ihr Engagement im Bereich Starkregenvorsorge – bereits die vierte solche Ehrung für ihre Arbeit. Das Projekt zielt darauf ab, Anwohner dabei zu unterstützen, ihre Immobilien vor Überschwemmungen durch Extremwetter zu schützen.
Die Initiative bietet Hausbesitzern in gefährdeten Gebieten umfassende Hilfe: Eine öffentlich zugängliche Starkregengefahrenkarte ermöglicht es Bürgern, zu prüfen, ob ihr Grundstück bedroht ist. Zudem können sie individuelle Risikobewertungen für ihr Eigentum anfordern.
Kostenlose Vor-Ort-Beratungen und finanzielle Förderung werden über den Göttinger Klimafonds bereitgestellt. Die Mittel decken private Vorsorgemaßnahmen ab und verringern so das Risiko von Hochwasserschäden. Die DWA, ein Verband mit rund 14.000 Mitgliedern aus den Bereichen Wasser- und Abfallwirtschaft, lobte das Projekt für seinen innovativen Ansatz und die praktische Wirksamkeit.
Der Preis zeichnet Maßnahmen aus, die Treibhausgasemissionen reduzieren, die Anpassung an den Klimawandel vorantreiben und als Vorbild für andere Regionen dienen können. Göttingens Strategie verbindet öffentliche Aufklärung, Fachberatung und direkte finanzielle Unterstützung, um die Widerstandsfähigkeit gegen Extremwetter zu stärken.
Der DWA-Klimapreis unterstreicht den Erfolg des Göttinger Hochwasserschutzkonzepts. Bürger haben nun Zugang zu Gefahrenkarten, maßgeschneiderten Empfehlungen und Fördermitteln, um ihre Häuser zu sichern. Das Projekt dient als Modell für andere Städte, die vor ähnlichen klimabedingten Herausforderungen stehen.
