Göttingen übernimmt die volle Kontrolle über den Nahverkehr in Südniedersachsen
Leila BlochGöttingen übernimmt die volle Kontrolle über den Nahverkehr in Südniedersachsen
Die Stadt Göttingen und der Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) haben ihr ÖPNV-System grundlegend reformiert. Nach Jahren zersplitterter Planung übernehmen die beiden Institutionen nun die volle Kontrolle über das Verkehrsnetz Südniedersachsen (VSN). Ziel der Umstrukturierung ist es, die Dienstleistungen effizienter zu gestalten und die Effizienz in der gesamten Region zu steigern.
Bisher litt der öffentliche Nahverkehr in der Region unter unklaren Zuständigkeiten. Mehrere Einrichtungen waren für Planung und Betrieb verantwortlich, was häufig zu Ineffizienzen führte. Um dies zu beheben, arbeiteten die Stadt und der ZVSN mit einem externen Experten zusammen und schlossen die Übernahme des VSN innerhalb eines Jahres ab.
Der Übergang von einem losen Bündnis aus 14 Verkehrsunternehmen zu einer einheitlichen Behörde wurde zu Jahresbeginn vollzogen. Mit den neuen Verträgen liegen die finanzielle und organisatorische Verantwortung nun bei den Verkehrsbehörden. Diese Veränderung soll ein zuverlässigeres und kostengünstigeres System schaffen.
Für die Führung des neu strukturierten Netzes wurden zwei Schlüsselpositionen besetzt. Stephan Börger bleibt weiterhin beim ZVSN und übernimmt zusätzlich die Geschäftsführung des VSN. Janina Ternedde wurde zudem als bevollmächtigte Unterzeichnerin für die VSN GmbH bestellt.
Mit der Reform liegen nun alle Entscheidungsbefugnisse bei der Stadt Göttingen und dem ZVSN. Laut Angaben der Verantwortlichen sichert die neue Struktur eine nachhaltige Zukunft für den lokalen Nahverkehr. Durch die gebündelte Steuerung und klarere Verantwortlichkeiten soll das System in den kommenden Jahren reibungsloser funktionieren.
