Göttingens neuer Nahverkehrsplan revolutioniert Bus und Bahn in der Region bis 2031
Francesco HeinrichGöttingens neuer Nahverkehrsplan revolutioniert Bus und Bahn in der Region bis 2031
Ein neuer Nahverkehrsplan (NVP) soll den ÖPNV in Göttingen und den umliegenden Landkreisen grundlegend verändern. Das Konzept wird Bus-, Straßenbahn- und Regionalbahnverbindungen für die nächsten fünf Jahre prägen – mit besonderem Fokus auf bessere Anbindungen für kleinere Städte und Gemeinden. Derzeit werden die letzten Details ausgearbeitet, bevor der Plan Anfang 2026 in Kraft tritt.
Die Stadt Göttingen ist nach dem Niedersächsischen ÖPNV-Gesetz verpflichtet, alle fünf Jahre einen solchen Verkehrsplan zu erstellen. Der neue NVP umfasst die Landkreise Holzminden, Northeim und Göttingen und zielt darauf ab, die Verbindungen zwischen städtischen und ländlichen Räumen zu verbessern. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Überprüfung der bestehenden Linien der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) sowie die Entwicklung von Anpassungsvorschlägen, wo dies erforderlich ist.
Erstmals arbeiten der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) und die Stadt Göttingen gemeinsam an einer regionalen Verkehrsstrategie. Dr. Martin Stier, Leiter der Stadtplanung in Göttingen, hat das Projekt federführend zusammen mit dem ZVSN geleitet. Ihre gemeinsame Arbeit fließt zudem in einen übergeordneten Mobilitätsmasterplan ein, der darauf abzielt, die europäischen Klimaziele zu erreichen und die Lebensqualität vor Ort zu steigern.
Der NVP befindet sich nun in der finalen Phase: Ein fertiger Entwurf wird am 28. Oktober 2025 dem Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität vorgelegt. Der Stadtrat stimmt anschließend im Dezember über die Vorschläge ab, bevor der Plan offiziell am 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Eine separate Vorstellung des Regionalen Verkehrsplans ist für den 15. Januar 2026 vorgesehen.
Sobald der NVP verabschiedet ist, wird er bis 2031 als Leitfaden für die Weiterentwicklung des ÖPNV dienen. Geplant sind Anpassungen im Bus- und Straßenbahnnetz sowie eine engere regionale Abstimmung. Zudem unterstützt der Plan übergeordnete Bemühungen, Emissionen zu reduzieren und die Mobilität in Südniedersachsen effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
