25 December 2025, 10:51

Göttinger Ausstellung enthüllt das Leid der NS-Zwangsarbeit in Südniedersachsen

Eine Ausstellung mit einem Tisch, der verschiedene Landesflaggen, eine Schachtel, Papiere und eine Fahne sowie links einen Globus, rechts ein Anschlagbrett mit einigen Menschen in der Nähe und mehrere Tische und Stühle im Hintergrund zeigt.

Göttinger Ausstellung enthüllt das Leid der NS-Zwangsarbeit in Südniedersachsen

Eine neue Ausstellung in Göttingen wirft ein Licht auf die grausame Realität der Zwangsarbeit während der NS-Zeit. In der Godehardstraße 11 gelegen, widmet sich die Schau dem südniedersächsischen Raum zwischen 1939 und 1945. Sie erzählt die persönlichen Schicksale der zur Arbeit Gezwungenen und beleuchtet die weitreichenden Folgen dieser Verbrechen.

Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung von Montag bis Freitag zwischen 10:00 und 14:00 Uhr besichtigen, mit verlängerten Öffnungszeiten an Donnerstagen und ausgewählten Sonntagen. Eine Führung ist zudem für den 20. November 2025 geplant und bietet vertiefende Einblicke in dieses dunkle Kapitel der Geschichte.

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Die Ausstellung "Spuren europäischer Zwangsarbeit: Südniedersachsen 1939–1945" zeigt, wie tief die Zwangsarbeit in der nationalsozialistischen Ideologie verankert war. Sie dokumentiert, wie Tausende Menschen – polnische und sowjetische Zivilisten, Kriegsgefangene, ungarisch-jüdische Frauen und KZ-Häftlinge – in der Region ausgebeutet wurden. Allein im Raum Braunschweig waren über 8.800 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter registriert, die in Rüstungsbetrieben wie Rheinmetall-Borsig, Büssing oder Volkswagen schuften mussten.

Die Schau verbindet individuelle Schicksale mit den übergeordneten historischen Mustern. Die Opfer kamen aus ganz Europa, darunter Jugoslawien und andere besetzte Länder. Viele litten unter brutalen Bedingungen in rund 802 Lagern, wo sie im Baugewerbe, in der Produktion und anderen für die Kriegswirtschaft entscheidenden Bereichen ausgebeutet wurden.

Wer eine geführte Perspektive sucht, kann an der Tour mit dem Mitarbeiter Arndt Kohlmann am 20. November 2025 um 18:00 Uhr teilnehmen. Die Stadtverwaltung informiert zudem über die Messenger-Dienste Telegram und Notify sowie über einen digitalen Assistenten namens "Verwalti" für schnelle Anfragen und Kontaktdaten.

Die Ausstellung bleibt zu festen Zeiten während der Woche geöffnet und gewährleistet so allen Interessierten Zugang. Durch die Dokumentation des Lebens der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie ihrer Rolle in der NS-Kriegswirtschaft liefert sie eine detaillierte Aufarbeitung dieser Epoche. Die Führung und die digitalen Angebote fördern zusätzlich die öffentliche Auseinandersetzung mit diesem bedeutenden historischen Zeugnis.