Großrazzia in Göttingen: Zehn Gastronomiebetriebe mit massiven Verstößen überführt
Dora CichoriusGroßrazzia in Göttingen: Zehn Gastronomiebetriebe mit massiven Verstößen überführt
Gemeinsame Razzia in Göttingen am 29. Januar 2026 zielt auf Einhaltung von Handels- und Glücksspielvorschriften ab
Bei einer sechsstündigen Kontrollaktion in Göttingen wurden am 29. Januar 2026 zehn Gastronomiebetriebe überprüft, wobei zahlreiche Verstöße gegen geltendes Recht aufgedeckt wurden. Die Behörden werteten den Einsatz im Nachhinein als Erfolg und betonten den Wert abgestimmter Kontrollen.
Die Inspektionen fanden zwischen 16:00 und 22:00 Uhr in verschiedenen Lokalen statt. Dabei stellten die Beamten Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, das Nichtraucherschutzgesetz sowie die Niedersächsische Bauordnung fest. Zudem gab es Vergehen gegen das Waffengesetz, arbeitsrechtliche Bestimmungen und Datenschutzvorschriften.
Während der Aktion bedrohte eine Person die Einsatzkräfte mit Gewalt, woraufhin ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Illegale Spielautomaten wurden beschlagnahmt, und es wurden sowohl straf- als auch ordnungsrechtliche Verfahren eingeleitet.
Rund 25 Kilogramm unversteuerter Tabak wurden sichergestellt, was auf mögliche Steuerhinterziehung hindeutet. In Shisha-Bars wurden zudem strukturelle Mängel, Brandschutzverstöße sowie gefährlich hohe Kohlenmonoxidwerte festgestellt.
Die Behörden kündigten weitere Kontrollen an, um die Einhaltung der Vorschriften durchzusetzen und illegale Geschäftspraktiken zu bekämpfen.
Die Aktion offenbarten eine weit verbreitete Missachtung der gesetzlichen Vorgaben in der Göttinger Gastronomiebranche. Beschlagnahmungen und Ermittlungen laufen derzeit, und weitere Inspektionen sind bereits geplant. Die Polizei betonte die Notwendigkeit anhaltender Wachsamkeit, um die rechtlichen Standards aufrechtzuerhalten.
