Großstreik der Pflegekräfte in Niedersachsen und Bremen am 12. Mai
Pflegekräfte aus Niedersachsen und Bremen streiken am 12. Mai
Die Beschäftigten im Behindertenbereich legen am 12. Mai die Arbeit nieder. Der Ausstand folgt dem Scheitern der Tarifverhandlungen am 22. März – betroffen sind rund 330.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialen Diensten und im Bildungsbereich. Sie fordern höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Lösungen für den Personalmangel.
Mit den Streiks wollen die Beschäftigten Druck auf die kommunalen Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde ausüben. Diese findet am 16. und 17. Mai im Kongresshotel Potsdam statt. Sowohl die Belegschaften als auch die Gewerkschaft ver.di verlangen gerechtere Bezahlung, mehr Wertschätzung ihrer Arbeit und spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.
In Hannover kritisierte Gewerkschaftssekretär Michael Patschkowski bei einer Kundgebung das jüngste Lohnangebot der Arbeitgeber. Unterdessen überreichten Demonstranten in Oldenburg Bürgermeister Jürgen Krogmann eine Petition mit ihren zentralen Forderungen.
Der Konflikt hatte begonnen, als die Verhandlungen im März gescheitert waren. Seither haben die Beschäftigten ihre Proteste ausgeweitet – die Streiks greifen nun auf mehrere Regionen über. Die dritte Verhandlungsrunde steht für Mitte Mai an, während der Druck auf die Arbeitgeber wächst, den Forderungen nachzukommen. Mit 330.000 beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird das Ergebnis Auswirkungen auf soziale Dienste und Bildung in ganz Deutschland haben. Die Streiks werden fortgesetzt, bis eine Einigung erzielt ist.






