Grüne fordern radikalere Klimapolitik nach Rekordhitze und SPD-Kritik
Francesco HeinrichGrüne fordern radikalere Klimapolitik nach Rekordhitze und SPD-Kritik
Die Grünen haben die Bundesregierung nach der jüngsten Rekordhitzewelle aufgefordert, ein neues Klimaschutzprogramm zu erarbeiten. Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Partei, kritisierte den Kurs der SPD und forderte entschlossenere Maßnahmen.
Gegenüber der Nachrichtenagentur dts betonte Badum die Dringlichkeit von Veränderungen. Sie warnte, dass die Unterstützung der SPD für das Gebäudeenergiegesetz (GEG) die Klimaziele verfehlen könnte, wenn auch nach 2045 noch Öl- und Gasheizungen erlaubt blieben.
Umweltminister Carsten Schneider (SPD) räumte die wirtschaftlichen Risiken steigender Temperaturen ein. Zudem wies er auf die durch Hitzewellen verursachten Wasserknappheiten hin. Badum begrüßte zwar seine Problemerkenntnis, forderte ihn aber auf, das Klimaschutzprogramm grundlegend zu überarbeiten – im Sinne von Gerechtigkeit und Wirksamkeit.
Der Vorstoß der Grünen folgt auf extreme Wetterereignisse und wachsende Unzufriedenheit mit der aktuellen Klimapolitik. Badums Forderung nach einem neu konzipierten Klimaplan unterstreicht die Position der Partei für strengere und sozial gerechtere Maßnahmen. Schneiders Eingeständnis der wirtschaftlichen und ökologischen Risiken könnte die künftigen Debatten prägen.
