15 December 2025, 06:34

Grüne gehen auf Bundesparteitag zum Angriff gegen Merz und die Koalition über

Eine Szene mit mehreren grünen Bäumen, einem Holzzaun, einer Wand und grünem Gras.

Grüne verschärfen Kritik an Bundesregierung auf Bundesparteitag - Grüne gehen auf Bundesparteitag zum Angriff gegen Merz und die Koalition über

Grüne verschärfen Kritik an Bundesregierung auf Bundesparteitag

Grüne verschärfen Kritik an Bundesregierung auf Bundesparteitag

Grüne verschärfen Kritik an Bundesregierung auf Bundesparteitag

  1. November 2025, 17:54 Uhr

Der Bundesparteitag der Grünen in Hannover begann mit scharfen Angriffen auf die aktuelle Koalitionsregierung. Die Parteispitze warf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Versagen in Klimafragen und sozialer Gerechtigkeit vor und forderte eine grundlegende politische Wende. Drei Tage lang werden die Delegierten über Strategien, Antragsvorlagen und die künftige Rolle der Partei in der Opposition beraten.

Die Co-Vorsitzende Franziska Brantner gab früh den Ton vor und erklärte, die deutsche Wirtschaft sei unter der Ampel-Koalition ins Stocken geraten. Sie verwies auf wachsende Ungleichheit, bei der Milliardäre immer reicher würden, während jedes vierte Kind in Armut lebe. Brantner kritisierte zudem, die Regierung setze „Wahlgeschenke für Markus Söder“ (CSU) über dringende Klimamaßnahmen und stellte klar: „Merz ist der Job einfach nicht gewachsen.“

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Andere Rednerinnen und Redner teilten ihre Frustration. Fraktionschefin Katharina Dröge warnte die Koalition vor einem Rückbau der Klimapolitik und kündigte Widerstand an: „Wir werden euch das Leben zur Hölle machen.“ Gleichzeitig verurteilte sie Merz’ polarisierende Rhetorik und betonte, das Land brauche „eine andere Bundeskanzlerin“. Der Co-Vorsitzende der Grünen Jugend, Luis Bobga, forderte unterdessen stärkere Sozialpolitik und drängte die Partei, sich für eine bundesweite Mietpreisbremse einzusetzen.

Der Parteitag ist thematisch klar strukturiert: Am Samstag stehen Klimaschutz und Energiewende im Mittelpunkt. Am Sonntag stimmen die Delegierten über Anträge ab – darunter die Streichung der Kostenübernahme für Homöopathie durch die gesetzliche Krankenversicherung – und diskutieren Wege zur Stärkung der Kommunalpolitik. Hinter den Kulissen wird weiterhin über den Kurs der Partei gestritten: Soll sie sich an Robert Habecks gemäßigter „Generation Habeck“-Linie orientieren oder mutiger progressive Positionen vertreten?

Die Kritik an der Bilanz der Ampel-Koalition prägt die frühen Debatten. Während einige Mitglieder für eine Feinjustierung der Politik statt für eine Links- oder Rechtswendung plädieren, fordern andere klarere Bekenntnisse zur sozialen Gerechtigkeit. Die Basis vor Ort konzentriert sich unterdessen auf praktische Themen wie Infrastruktur und stabile Bündnisarbeit.

Die Grünen werden Hannover mit einer geschärften Oppositionsstrategie und einer Reihe von Beschlüssen verlassen. Abstimmungen zu Klima, Gesundheit und Kommunalpolitik werden ihre Agenda für das kommende Jahr prägen. Die Herausforderung besteht nun darin, interne Diskussionen mit einem geschlossenen Auftreten für Veränderung zu verbinden.