11 May 2026, 10:25

Grüne in Rheinland-Pfalz starten mit rein weiblicher Führung in die Opposition

Zwei Frauen stehen an einem Rednerpult mit einem Mikrofon, einem Bildschirm und einem Blumenstrauß bei einer Grünen-Veranstaltung, bei der sie über Umweltnachhaltigkeit diskutieren.

Grüne in Rheinland-Pfalz starten mit rein weiblicher Führung in die Opposition

Die Grünen in Rheinland-Pfalz formen ihre Führung nach der Landtagswahl im März neu

Mit 7,9 Prozent der Stimmen stellen die Grünen künftig zehn Abgeordnete im neuen Landtag. Damit endet nach 15 Jahren ihre Regierungsbeteiligung in Mainz.

Erstmals in ihrer Geschichte wählten die Grünen ein rein weibliches Landesvorstandsteam. Katrin Eder übernimmt als neue Fraktionsvorsitzende die Führung der Landtagsgrünen und setzt klare Akzente für die Oppositionsarbeit.

Auf dem Landesparteitag wurden zwei Frauen zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt: Carolin Cloos aus Worms erhielt 72,28 Prozent der Stimmen, während Christin Sauer aus Mainz bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte. Sauer ist seit 2019 Stadträtin in Mainz und leitete zuvor von Ende 2021 bis Anfang dieses Jahres den örtlichen Grünen-Kreisverband.

Als neue Fraktionschefin will Eder die kommende Große Koalition mit scharfen inhaltlichen Debatten herausfordern. Gleichzeitig setzen die Grünen auf mehr direkte Bürgerbeteiligung, um Anliegen aufzunehmen und darauf zu reagieren. Im Wahlkampf hatte Eder das „Schwarmkraftwerk“ als grünen Erfolg hervorgehoben – ein Projekt, das ursprünglich vom Mainzer FDP-Politiker Volker Hans initiiert worden war.

Der Wechsel in die Opposition folgt einem Stimmenrückgang im Vergleich zu früheren Wahlen. Dennoch setzt die neue Führung auf den Wiederaufbau von Einfluss durch aktive Bürgerdialoge und konsequente Kontrollarbeit im Parlament.

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Mit zehn Mandaten im Landtag und einem geschlossenen Führungsteam aus Frauen wollen die Grünen die Große Koalition mit klaren politischen Alternativen und mehr öffentlicher Nähe unter Druck setzen. Der rein weibliche Vorstand markiert einen Neuanfang für die Partei in Rheinland-Pfalz.

Quelle