Grüne streiten über Wehrpflicht – Parteitag in Hannover endet mit offenen Fragen
Dora CichoriusGrüne streiten über Wehrpflicht – Parteitag in Hannover endet mit offenen Fragen
"Wir leben in einer Vorkriegszeit" – Grüne diskutieren über Wehrpflicht-Alternative
Teaser: Wehrpflicht oder nicht? Diese Frage spaltet die Grünen vor dem Parteitag in Hannover. Die Basis lehnte mehrere Vorschläge für einen Pflichtdienst ab.
29. November 2025, 14:40 Uhr
Der jährliche Bundesparteitag der Grünen in Hannover begann mit Verzögerungen, brachte aber vom 28. bis 30. November 2025 dennoch zentrale Beschlüsse voran. Viele Delegierte trafen verspätet ein, nachdem Zugausfälle sie zwischen Berlin und dem Veranstaltungsort festgehalten hatten. Im Inneren des Parteitags reichten die Debatten von Klimapolitik über den Wehrdienst bis hin zu einem prominenten Appell für Frieden im Nahen Osten.
Ein Verkehrschaos prägte den Auftakt der Veranstaltung. Hunderte Teilnehmer, darunter Parteifunktionäre, saßen stundenlang in Zügen fest, nachdem technische Störungen aufgetreten waren. Trotz der Rückschläge begannen die Beratungen wie geplant, sobald die Delegierten eingetroffen waren.
Der Parteitag endete mit klaren politischen Weichenstellungen – und unverminderten Spannungen. Die Preissenkung für das Deutschland-Ticket und das Verbot der Homöopathie-Förderung treten in den kommenden Monaten in Kraft, während Maßnahmen für mehr Transparenz bei der Polizei noch auf ihre Umsetzung warten. Unterdessen bleibt die Haltung der Partei zur Wehrpflicht weiter ungeklärt. Die Reden von Olmert und Al-Kidwa, wenn auch symbolisch, unterstrichen den Anspruch der Grünen, Debatten über die nationale Politik hinaus mitzugestalten.
