Guadalajara-Filmfestival endet mit Stars, Preisen und neuem Festival-Netzwerk
Leila BlochGuadalajara-Filmfestival endet mit Stars, Preisen und neuem Festival-Netzwerk
Das 41. Filmfestival von Guadalajara endet mit hochkarätigen Preisen und Branchenauszeichnungen
Das 41. Filmfestival von Guadalajara ging mit einer Reihe prominenter Siege und Ehrungen für die Filmbranche zu Ende. Mehrere Koproduktionen und herausragende Filme erhielten wichtige Preise, während Schlüsselfiguren des iberoamerikanischen Kinos für ihr Schaffen gewürdigt wurden. Die Veranstaltung markierte zudem den Start einer neuen Initiative zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen regionalen Festivals.
Juan Pablo Sallatos Roter Hangar dominierte den iberoamerikanischen Wettbewerb und gewann in jeder Kategorie seines Programmstrangs. Der Hauptdarsteller des Films, Nicolás Zárate, teilte sich den Preis für die Beste darstellerische Leistung mit María Magdalena Sanizo, die für ihre Rolle in Die Tochter des Kondors ausgezeichnet wurde. Die kolumbianisch-französische Koproduktion Name und Nachname sicherte sich unterdessen den mit 350.000 Dollar dotierten Hauptpreis des Festivals, gestiftet von BDC Prods.
Im Rahmen des Premio Mezcal gewann Liebe Fátima gleich drei bedeutende Auszeichnungen: Bester Film, Beste Regie sowie den Publikumspreis. Die argentinisch-spanische Koproduktion Armer Daniel stach ebenfalls hervor und erhielt fünf Preise im Rahmen von Guadalajara Construye. Daneben wurden die Genredramen Der Flüsterer und Die andere Seite bei der 22. Koproduktionsbörse mit wichtigen Ehrungen bedacht.
Das Festival schloss mit einer Vorführung von Ein eigenes Kind der chilenischen Regisseurin Maite Alberdi. Abseits der Leinwand erhielt Darren Aronofsky einen Internationalen Tribute für sein Lebenswerk, während Elena Vilardell für ihr Engagement bei der Förderung iberoamerikanischer Filmkooperationen geehrt wurde. Zudem wurde Iberfest ins Leben gerufen, ein neues Netzwerk, das elf iberoamerikanische Festivals vereint, um die Zusammenarbeit zu intensivieren.
Das diesjährige Filmfestival von Guadalajara unterstrich die Stärke von Koproduktionen und regionalem Talent. Die Preise verteilten sich auf zahlreiche Filme, wobei Roter Hangar, Liebe Fátima und Name und Nachname zu den großen Gewinnern zählten. Die Einführung von Iberfest deutet zudem auf ein verstärktes Bestreben nach größerer Zusammenarbeit im iberoamerikanischen Kino hin.






