Hansen-Netz wird 2026 aufgeteilt: DB Regio übernimmt wichtige Regionalstrecke
Francesco HeinrichHansen-Netz wird 2026 aufgeteilt: DB Regio übernimmt wichtige Regionalstrecke
Im Hansen-Schienennetz in Niedersachsen stehen Veränderungen bevor. Ab Juni 2026 werden die Strecken auf zwei Betreiber aufgeteilt, nachdem Metronom einen vorzeitigen Ausstieg aus seinem Vertrag beantragt hatte. Die Umstellung folgt auf Jahre mit Personalengpässen und steigenden Kosten für das Unternehmen.
Für Fahrgäste wird es jedoch kaum Einschränkungen im Fahrplan geben, und Doppelstockzüge bleiben auf allen Linien im Einsatz.
Metronom hatte ursprünglich seit 2018 das gesamte Hansen-Netz betrieben. Doch finanzielle Belastungen und wiederkehrende Probleme mit dem Fahrplan – verursacht durch einen Mangel an Lokomotivführern – veranlassten das Unternehmen, eine vorzeitige Vertragsauflösung zu beantragen. Trotz dieser Schwierigkeiten baute der Betreiber seine Belegschaft deutlich aus: 2018 waren rund 80 Fahrer beschäftigt, bis 2024 stieg diese Zahl auf etwa 120 – bedingt durch den Ausbau der Leistungen und verstärkte Schulungsmaßnahmen.
Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) machte Metronom für die langfristige Personalbindung und -schulung verantwortlich. Im Rahmen der neuen Vereinbarung wird das Unternehmen weiterhin vier zentrale Strecken betreiben: die Linien RE3, RE4, RB31 und RB41. Diese verbinden Hamburg mit anderen regionalen Zielen.
Unterdessen übernimmt DB Regio die Linie RE2, die die Lüneburger Heide mit Südniedersachsen verbindet. Die Änderungen treten am 14. Juni 2026 in Kraft und gelten bis Ende 2033. Beide Betreiber werden für das Netz mehr zahlen als im vorherigen Vertrag vorgesehen.
Doppelstockwagen bleiben im Einsatz, sodass sich für Reisende kaum Änderungen ergeben. Die Umstellung soll die Leistungen stabilisieren, nachdem Jahre der Instabilität durch Fahrerengpässe und wirtschaftliche Druckfaktoren geprägt waren.
Die Aufteilung der Betriebsleistungen beendet die alleinige Verwaltung des Hansen-Netzes durch Metronom. Ab Mitte 2026 werden Fahrgäste auf der RE2-Strecke mit DB Regio fahren, während Metronom seine hamburgzentrierten Verbindungen behält. Die Anpassungen erfolgen nach Jahren steigender Kosten und Personalprobleme – die Verantwortlichen betonen die Notwendigkeit zuverlässiger, langfristiger Schienenverkehrsleistungen.
