20 February 2026, 12:56

Heidekreuz-Netz: Nach Jahren des Chaos rollen die Züge endlich pünktlicher

Ein altes Buch mit einer detaillierten Zeichnung einer Eisenbahnstrecke, umgeben von Text und anderen Illustrationen, die einen Überblick über ein Eisenbahnnetz bieten.

Heidekreuz-Netz: Nach Jahren des Chaos rollen die Züge endlich pünktlicher

Heidekreuz-Netz: Deutsche Bahn-Zugverkehr läuft nach Jahren der Chaosphase endlich stabiler

Nach Jahren der Störungen verlaufen die Zugverbindungen im Heidekreuz-Netz endlich reibungsloser. Der Betreiber Start Niedersachsen Mitte stand 2023 wegen anhaltender Verspätungen und Ausfälle massiv in der Kritik. Doch nach einem stabilen Sommer berichten nun Fahrgastverbände und Verkehrsbehörden von spürbaren Verbesserungen.

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Noch im Juli 2023 hatte der Landesverband Pro Bahn die Leistungen von Start Niedersachsen Mitte als Fall von "anhaltendem organisatorischem Versagen" bezeichnet. Zwei chaotische Sommersaisons in Folge veranlassten die Organisation, eine vorzeitige Beendigung des bis 2029 laufenden Vertrags zu fordern. Besonders betroffen waren die Linien RB 37 und RB 38, wo Verspätungen, Ausfälle und ein Mangel an einsatzfähigen Zügen das Unternehmen 2,7 Millionen Euro an Vertragsstrafen kosteten.

Doch in diesem Jahr hat sich die Lage gewandelt: Start meisterte die Sommerferien ohne größere Zwischenfälle – ein deutlicher Umschwung im Vergleich zu den Vorjahren. Mehr verfügbare Fahrzeuge, erweiterte Wartungskapazitäten und zusätzliche Dienstleister trugen zur Stabilisierung bei. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) bestätigte eine bessere Performance auf der RB 37 und leichte Fortschritte auf der RB 38, wobei das zweite Quartal 2024 klarere Verbesserungen zeigte als die ersten Monate des Jahres.

Um die stark frequentierte Metronom-Strecke zu entlasten, verkehren einige Heidebahn-Züge nun unter der Woche über Buchholz bis nach Hamburg-Harburg. Trotz der Fortschritte bleiben sowohl Start als auch die LNVG vorsichtig. Man räumt ein, dass weitere Anstrengungen nötig sind, um die Zuverlässigkeit langfristig zu sichern.

Laut Pro Bahn und Verkehrsbehörden läuft das Heidekreuz-Netz mittlerweile deutlich stabiler. Dennoch betonen Betreiber und Aufsichtsstellen, dass nachhaltige Maßnahmen unverzichtbar sind, um eine Rückkehr zu den früheren flächendeckenden Störungen zu verhindern. Die Priorität liegt darauf, die erreichten Verbesserungen dauerhaft zu festigen.