07 January 2026, 04:40

Hildesheim zeigt Flagge: 500 protestieren gegen Merzs Migrationspolitik

Ein Schwarz-Weiß-Bild von Menschen, die protestieren und Plakate halten, mit einem Einkaufszentrum im Hintergrund.

"Wir sind die Stadtlandschaft": 500 Demonstranten in Hildesheim - Hildesheim zeigt Flagge: 500 protestieren gegen Merzs Migrationspolitik

Rund 500 Menschen versammelten sich am Sonntag in Hildesheim, um gegen die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Migrationspolitik zu protestieren. Die Demonstration folgte auf seine umstrittene Stellungnahme in Potsdam, die in mehreren Städten Kritik auslöste. Die Veranstalter bezeichneten die Kundgebung als ein starkes Zeichen der Einheit gegen rechtsextreme Rhetorik.

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Die Protestaktion wurde von der Initiative widersetzen organisiert und von einem breiten Bündnis lokaler Gruppen und Gewerkschaften unterstützt. Ihr Slogan "Was zum Fritz??? WIR SIND das Stadtbild!" richtete sich direkt gegen Merzs Aussage, wer zur deutschen Gesellschaft gehöre. Franziska Stange, Vorsitzende des örtlichen DGB und Sprecherin des Hildesheimer Bündnisses gegen Rechts, nannte die Teilnehmerzahl später einen "überwältigenden Erfolg".

Die Behörden bestätigten, dass die Demonstration friedlich verlief, ohne Zwischenfälle oder Festnahmen. Ähnliche Kundgebungen sind für dieses Wochenende in Hannover und Bremen geplant – ein Zeichen für den wachsenden Widerstand gegen die Haltung des Kanzlers. Die widersetzen-Gruppe hat zudem für Mittwoch, den 10. Dezember, ein Folgetreffen in der Kulturfabrik Löseke angekündigt, um über weitere Schritte zu beraten.

Der Protest in Hildesheim ist eine von mehreren Reaktionen auf Merzs Aussagen zur Migration. Mit weiteren Demonstrationen in Planung mobilisieren oppositionelle Gruppen weiterhin gegen seine Politik. Die Veranstalter haben bereits konkrete Pläne für weitere Diskussionen in den kommenden Tagen ausgearbeitet.