19 February 2026, 20:35

Hubschrauber kartiert Niedersachsens versteckte Wasserschätze aus der Luft

Ein Hubschrauber vor einem Gebäude geparkt, umgeben von Bäumen, Straßen und Fahrzeugen, mit einem Gewässer auf der linken Seite.

Hubschrauber kartiert Niedersachsens versteckte Wasserschätze aus der Luft

Hubschrauber-Vermessung kartiert unterirdische Wasservorräte in Teilen Niedersachsens

Vom 16. bis voraussichtlich 25. Februar wird eine Hubschrauber-Befliegung unterirdische Wasservorkommen in Gebieten Niedersachsens erfassen. Die Flugroute erstreckt sich zwischen Walsrode und Nienburg/Weser und umfasst etwa 1.000 Kilometer. Die Behörden nutzen die erhobenen Daten, um Trinkwasserschutzgebiete auszuweisen und Geothermie-Projekte zu planen.

Für die Vermessung kommt das SkyTEM-Verfahren zum Einsatz: Dabei zieht ein Hubschrauber eine große Antenne hinter sich her, die die elektrische Leitfähigkeit der Gesteinsschichten misst. Aus diesen Werten lassen sich Grundwasserverhältnisse ablesen – etwa wasserführende Schichten oder salzhaltige Zonen – und das bis in Tiefen von rund 300 Metern. Der Hubschrauber fliegt dabei in Ost-West-Richtung, wobei die Fluglinien im Abstand von 300 Metern verlaufen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Verfahren wurde in Niedersachsen bereits mehrfach angewendet, etwa in Hannover (2019), Osnabrück (2021) und Ostfriesland (2023). Auch andere Bundesländer führten ähnliche Erhebungen durch, darunter die Fränkische Alb in Bayern (2020), die Schwäbische Alb in Baden-Württemberg (2022) und der Harz in Sachsen-Anhalt (2024).

Die gesammelten Daten dienen der Ausweisung von Trinkwasserschutzzonen und helfen bei der Standortplanung für Geothermie-Bohrungen. Damit unterstützen sie eine nachhaltige Energie- und Wasserversorgung.

Die Ergebnisse liefern detaillierte Erkenntnisse über die regionalen Grundwasserreserven. Angesichts von Dürreperioden und Klimaveränderungen, die den Druck auf die Wasservorräte erhöhen, könnten die Befunde künftige Planungen für die Ressourcennutzung prägen. Die Vermessung soll bis zum 25. Februar abgeschlossen sein.