Hünfeld ehrt langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik mit emotionalem Festakt
Francesco HeinrichHünfeld ehrt langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik mit emotionalem Festakt
Hünfelds Kommunalpolitiker trafen sich im Kolpinghaus, um das Ende der Wahlperiode 2021–2026 zu würdigen. Bei der Veranstaltung wurden ehrenamtlich Engagierte aus der Stadt und den umliegenden ländlichen Ortsteilen für ihren Einsatz geehrt. Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Ratsvorsitzender Jürgen Bohl gestalteten den parlamentarischen Abend, der im Zeichen des Dankes für jahrelanges politisches Wirken stand.
Die Feier begann mit einem Abschied von den ausscheidenden Mandatsträgern und einer herzlichen Begrüßung der neu gewählten Mitglieder. Bürgermeister Tschesnok lobte die Ehrenamtlichen und betonte, ihr Einsatz für das Gemeinwohl sei jede investierte Minute wert. Er unterstrich, wie unverzichtbar ihre Arbeit für den Zusammenhalt und das Wohl der Gemeinschaft sei.
Ratsvorsitzender Jürgen Bohl schloss sich dieser Wertschätzung an und bezeichnete das lokale politische Engagement als unverzichtbaren Dienst an Bürgerinnen und Bürgern wie an der Demokratie selbst. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass dieses Engagement oft unsichtbar bleibe oder zu wenig Anerkennung finde. Mit Sorge beobachtete Bohl einen Wandel in der öffentlichen Haltung: Statt Mitgestaltung dominierten zunehmend Kritik und Eigeninteressen.
Im Laufe des Abends erhielten Karin Grosch, Udo Tischler, Reiner Wenzel, Uwe Walter und Michael Vogt die Ehrennadel der Stadt Hünfeld für jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken in der Kommunalpolitik. Zudem wurden Alexander Gradl, Pia Biedenbach und Annette Trapp zu ehrenamtlichen Ortsvorstehern ernannt, während Ingrid Braun zur Stadtseniorin berufen wurde.
Bohl thematisierte zudem eine besorgniserregende Entwicklung: Immer häufiger würden politische Entscheidungen pauschal als „Schikane“ oder böswillig abgetan. Gleichzeitig nehme die Besserwisserei zu, während sachliche und konstruktive Debatten zurückgingen – eine Haltung, die seiner Meinung nach die gemeinsame Arbeit untergrabe.
Der Abend endete mit einem Appell, das ehrenamtliche Engagement in der Kommune höher zu schätzen. Die Auszeichnungen und Ernennungen machten deutlich, wie sehr Hünfeld auf engagierte Persönlichkeiten angewiesen ist. Die Botschaft der Verantwortlichen war klar: Gemeinsinn bleibt unverzichtbar – auch in einer Zeit, in der sich gesellschaftliche Einstellungen wandeln.






