Italos Deutschland-Start 2028: Pro Bahn fordert faire Bahnreformen für mehr Wettbewerb
Sylvio ThiesItalos Deutschland-Start 2028: Pro Bahn fordert faire Bahnreformen für mehr Wettbewerb
Pro Bahn begrüßt Italos geplanten Einstieg in den deutschen Fernverkehr
Der private Bahnanbieter Italo will ab 2028 auf dem deutschen Fernverkehrsmarkt aktiv werden und stark frequentierte Strecken wie Berlin–München sowie Köln–Frankfurt–München bedienen. Die Fahrgastvereinigung Pro Bahn sieht darin eine Chance für den Sektor – vorausgesetzt, es gelten klare Regelungen.
Mit seinem Vorstoß in Deutschland wird Italo auf hoch nachgefragten Verbindungen in Konkurrenz treten, darunter auch die Achse München–Hamburg und weitere zentrale Korridore. Pro Bahn bewertet den Schritt als potenziellen Gewinn für Reisende, betont jedoch die Notwendigkeit einer wirksamen Aufsicht.
Um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, fordert der Verband mehrere Maßnahmen. So sollen Politiker ein einheitliches Tarifsystem für alle Fernverkehrsanbieter einführen, das auch Jahreskarten sowie eine herstellerübergreifende Alternative zur BahnCard 100 umfasst.
Darüber hinaus verlangt Pro Bahn rechtlich verbindliche Schutzmechanismen für bestehende Regionalverbindungen bei der Vergabe von Trassenkapazitäten. Eine unabhängige nationale Behörde sollte die Streckenverteilung steuern, um zu verhindern, dass ländliche Regionen benachteiligt werden. Die Organisation pocht auf Regelungen, die Stammkunden schützen und Nachteile für weniger rentable Gebiete vermeiden.
Italos Markteintritt 2028 könnte den Bahnfernverkehr in Deutschland grundlegend verändern. Die vorgeschlagenen Reformen zielen auf einen ausgewogenen Markt für Fahrgäste und Betreiber gleichermaßen ab. Klare Vorschriften und fairer Wettbewerb bleiben dabei zentrale Bausteine der Vision, die Pro Bahn für die Zukunft des Sektors hat.






