Jugendbad Burgfarrnbach droht die endgültige Schließung nach jahrelangem Niedergang
Dora CichoriusJugendbad Burgfarrnbach droht die endgültige Schließung nach jahrelangem Niedergang
Jugendbad Burgfarrnbach in Fürth steht vor endgültiger Schließung
Das Jugendbad Burgfarrnbach, ein bekanntes Freibad in Fürth, könnte für immer schließen. Die Stadtverwaltung hat eine Abstimmung über die Stilllegung vorgeschlagen – begründet mit steigenden Sanierungskosten und rückläufigen Besucherzahlen. Die Entscheidung wird am 10. Juni 2026 im Finanz- und Verwaltungsausschuss beraten.
Das Bad blieb in dieser Saison geschlossen, eine Wiedereröffnung ist nicht geplant. Ein schwerwiegendes Leck im Wassersystem, vermutlich durch ein geplatzte Rohr, verursacht seit dem vergangenen Jahr erhebliche Wasserverluste. Zudem entsprechen die elektrischen Anlagen in Umkleiden, Toiletten und Aufsichtsständen nicht mehr den Sicherheitsstandards und weisen gravierende Mängel auf.
Laut Schätzungen von infra fürth würden Reparatur und Modernisierung mindestens 165.000 Euro kosten. Gleichzeitig sind die Besucherzahlen stark eingebrochen: 2025 zählte das Bad nur noch 275 Gäste. Der Rückgang führte zu sinkenden Einnahmen und verschärft die finanzielle Belastung.
Die Lage spitzte sich weiter zu, als eine spezialisierte Fachkraft, die zuvor für das Jugendbad zuständig war, wegen Personalmangels anders eingesetzt wurde. Nun setzt sich die CSU für den Erhalt der Einrichtung ein und bezeichnet sie als wichtigen sozialen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche.
Falls die Schließung beschlossen wird, soll die Verwaltung ein Konzept für die Nachnutzung des Geländes erarbeiten. Die Zukunft des Bades hängt nun von der anstehenden Ausschusssitzung ab. Ohne größere Investitionen bleibt die Anlage geschlossen – und junge Fürther verlieren einen zentralen Freizeitort. Die Stadt muss sich entscheiden: Sanierung finanzieren oder alternative Pläne für das Areal vorantreiben.






