Jungheinrich schließt Lüneburger Werk nach 80-tägigem Streik bis 2027
Leila BlochJungheinrich schließt Produktion in Lüneburg - Jungheinrich schließt Lüneburger Werk nach 80-tägigem Streik bis 2027
Jungheinrich hat Pläne bekannt gegeben, sein Werk in Lüneburg bis März 2027 zu schließen – ein Schritt im Rahmen eines umfassenden Sparprogramms. Von der Maßnahme betroffen sind 160 Produktionsmitarbeiter, wobei einige Stellen vor Ort erhalten bleiben. Der Beschluss folgt auf einen 80-tägigen Streik, einen der längsten Arbeitskämpfe in Niedersachsen seit Jahrzehnten.
Das Lüneburger Werk ist spezialisiert auf maßgefertigte und kleinserige Gabelstapler, die nach individuellen Kundenaufträgen gefertigt werden. Laut der neuen Vereinbarung werden die zentralen Produktionslinien stillgelegt, doch 125 Arbeitsplätze in den Bereichen Konstruktion und Verwaltung bleiben bestehen. Für die betroffenen Mitarbeiter wurden ein Sozialplan, eine Transfergesellschaft und Abfindungsregelungen vereinbart.
Die Einigung erfolgte nach monatelangen Verhandlungen, ausgelöst durch den 80-tägigen Ausstand der Belegschaft. Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte die Werksschließung als Fehlentscheidung – trotz der angebotenen finanziellen Konditionen. Jungheinrich, das für 2024 einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro und einen Gewinn von 289 Millionen Euro auswies, streicht weltweit rund 1.000 Stellen, wobei unklar bleibt, wie viele davon auf Lüneburg entfallen.
Die Produktion in Lüneburg wird bis Anfang 2027 schrittweise eingestellt. Die betroffenen Beschäftigten erhalten Unterstützung über eine Transfergesellschaft. Die Teams für Konstruktion und Verwaltung bleiben am Standort aktiv, während das Unternehmen seine globalen Sparmaßnahmen weiter umsetzt.
Lüneburg City Steps Up: Support for Affected Workers Announced
Die Hansestadt Lüneburg hat Pläne zur Unterstützung von Arbeitern bekanntgegeben, die von der Schließung der Jungheinrich-Fabrik betroffen sind. Wichtige Entwicklungen sind:
- Lokalpolitiker werden am 25. Juli die Anlage besuchen, um über Umschulungsmöglichkeiten zu sprechen.
- Die Stadt erkennt 380 insgesamt betroffene Mitarbeiter (nicht 160 Produktionsrollen) an.
- Dezernent Matthias Rink sagte: "Unser Ziel ist es, neue Karrierewege für die Arbeiter zu sichern."}
