Katholische Kirche verliert seit 25 Jahren Millionen Mitglieder in Deutschland
Dora CichoriusKatholische Kirche verliert weiterhin Mitglieder - Katholische Kirche verliert seit 25 Jahren Millionen Mitglieder in Deutschland
Die katholische Kirche in Deutschland verzeichnet seit 25 Jahren einen deutlichen Rückgang der Mitgliederzahlen. Die Zahlen sanken von etwa 26,0 Millionen im Jahr 2000 auf rund 18,6 Millionen im Jahr 2025. Dieser Trend spiegelt gesellschaftliche Veränderungen wider, darunter eine zunehmende Säkularisierung, weniger religiöse Erziehung und mehr formelle Kirchenaustritte.
Auch in Niedersachsen zeigt sich ein ähnliches Bild. Im Jahr 2025 bekannten sich in der Region noch etwa 1,16 Millionen Menschen zum katholischen Glauben. Doch auch hier melden einzelne Bistümer spürbare Verluste.
Im Bistum Osnabrück sank die Zahl der Mitglieder bis 2025 auf 486.439 – ein Rückgang gegenüber 497.031 im Vorjahr. Dennoch verzeichnete das Bistum 2025 weniger formelle Austritte als 2024. Die Verantwortlichen betonen, trotz schrumpfender Gemeinde die seelsorgerische Begleitung zu stärken.
Das benachbarte Bistum Hildesheim zählte 2025 noch 493.186 Katholiken, nach 508.073 im Jahr 2024. Ähnlich wie in Osnabrück gingen auch hier die Austrittszahlen leicht zurück. Der Offizialatsbezirk Oldenburg verlor dagegen über 4.700 Mitglieder und endete 2025 mit 230.623 Katholiken. Anders als die anderen Bistümer verzeichnete Oldenburg einen leichten Anstieg der Austritte – 3.157 Menschen traten aus der Kirche aus.
In Bremen lag die Zahl der Katholiken 2025 bei 55.809. Der allgemeine Abwärtstrend entspricht den bundesweiten Entwicklungen, wo die Mitgliederzahlen seit der Jahrtausendwende kontinuierlich sinken.
Die katholische Kirche in Deutschland hat heute fast 7,5 Millionen Mitglieder weniger als im Jahr 2000. Die örtlichen Bistümer in Niedersachsen passen sich an die schrumpfenden Gemeinden an und konzentrieren sich auf die seelsorgerische Arbeit. Die Rückgänge sind Ausdruck langfristiger gesellschaftlicher Veränderungen, zu denen auch der Rückgang religiöser Traditionen und eine steigende Bereitschaft zum Kirchenaustritt zählen.