30 January 2026, 19:27

KI-App Quvas revolutioniert Störungsmanagement in der Fließbandfertigung

Eine Gruppe von Männern, die an einer Maschine in einem Montageräumen arbeiten, mit Tischen, Stühlen und Fenstern im Hintergrund und verschiedenen Gegenständen auf den Tischen sowie Text am unteren Bildrand.

KI-App Quvas revolutioniert Störungsmanagement in der Fließbandfertigung

KI-gestützte App soll Störungen in der Fertigung schneller beheben

Ein neues, auf künstlicher Intelligenz basierendes Tool will Fertigungsunternehmen dabei helfen, Störungen an Fließbändern schneller zu lösen. Das Team von Quvas, ein Spin-off des Forschungsinstituts IPH, hat Fördergelder erhalten, um die Software zu einer marktreifen Lösung weiterzuentwickeln. Ihr Störungsmanagement-System nutzt KI, um Lösungsvorschläge für typische Produktionsprobleme zu liefern.

Das Projekt wird von Ardita Krasniqi, Katharina Aper und Sascha Brinkmann geleitet, die kürzlich den EXIST-Gründerstipendium erhalten haben. Die Förderung unterstützt ihre Arbeit von März 2025 bis Februar 2026 und deckt sowohl Entwicklungskosten als auch Testphasen ab.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Idee zu Quvas entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts am IPH, wo das Team einen Software-Demonstrator entwickelte. Nun arbeiten sie daran, daraus eine praxistaugliche App für Mitarbeiter in der Fließbandfertigung zu machen. Kern der Anwendung ist eine KI-basierte Ähnlichkeitsprüfung: Tritt eine Störung auf, durchsucht die App eine Datenbank mit früheren Vorfällen, identifiziert vergleichbare Probleme und schlägt passende Lösungen vor.

Die App führt Anwender zudem schrittweise durch die Fehlerbehebung, reduziert so Stillstandszeiten und vermeidet manuelles Rätselraten. Um vom Prototypen zur fertigen Lösung zu gelangen, sucht Quvas aktiv nach Unternehmen mit manuellen Montageprozessen, die das Tool unter realen Bedingungen testen. Die Erprobungsphase soll im August 2025 beginnen.

Welche Unternehmen genau teilnehmen, wird bisher nicht bekannt gegeben. Das Team plant jedoch, das Feedback aus den Tests zu nutzen, um die Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit der App zu verbessern. Das EXIST-Stipendium gewährt den Gründern ein monatliches Stipendium sowie ein Budget für Materialien – so können sie sich ganz auf die Entwicklung konzentrieren, ohne finanziellen Druck.

Die Quvas-App könnte die Art und Weise verändern, wie Hersteller mit Störungen an Fließbändern umgehen, indem sie sofortige, KI-gestützte Unterstützung bietet. Mit den für August 2025 geplanten Tests und einer gesicherten einjährigen Förderung ist das Team auf Kurs, die Lösung auf den Markt zu bringen. Bei Erfolg könnte das Tool teure Produktionsverzögerungen verringern und die Effizienz von Unternehmen mit manueller Montage steigern.