KI-Revolution in Niedersachsen: Wie ScoutAI die Landwirtschaft umkrempelt
Sylvio ThiesKI-Revolution in Niedersachsen: Wie ScoutAI die Landwirtschaft umkrempelt
Ein neues, KI-gestütztes Landwirtschaftssystem verspricht, den Einsatz von Chemikalien und Wasser um die Hälfte zu reduzieren – bei gleichzeitig verbessertem Anbau-Monitoring. CultiWise ScoutAI kombiniert Satelliten-, Drohnen- und Sensordaten, um frühzeitig Probleme auf den Feldern in Niedersachsen zu erkennen. Die Technologie wird nächsten Monat auf der Agritechnica in Hannover vorgestellt.
Das System funktioniert, indem es Satellitenbilder mit KI analysiert, um ungewöhnliche Veränderungen bei den Kulturen zu identifizieren. Bei Warnmeldungen fliegen Drohnen über das betroffene Gebiet, um das Problem zu bestätigen. Diese frühe Erkennung ermöglicht Landwirt:innen ein schnelleres und präziseres Handeln.
CultiWise ScoutAI bündelt Daten aus verschiedenen Quellen – Satelliten, Drohnen, Spritzgeräte und Bodensensoren. Die Plattform erstellt innerhalb weniger Minuten detaillierte Applikationskarten, die genau zeigen, wo Behandlungen nötig sind. Die Entwickler:innen behaupten, dass sich dadurch der Einsatz von Düngemitteln, Herbiziden und Pestiziden um bis zu 50 Prozent reduzieren lässt, während der Wasserverbrauch sogar um 60 Prozent sinken könnte.
Ein Team von 30 Ingenieur:innen feilt derzeit an der Technologie, deren Markteinführung in fünf Jahren geplant ist. Auf der Agritechnica in Hannover wird das System in Halle 9, Stand H35, präsentiert.
Durch den präzisen Ansatz könnten nicht nur die Betriebskosten in der Landwirtschaft sinken, sondern auch die Umweltbelastung verringert werden. Indem Echtzeitdaten mit KI-Analysen verknüpft werden, bietet die Lösung Landwirt:innen ein schnelleres und genaueres Feldmanagement. Die Marktreife der Technologie wird für 2029 erwartet.
