10 February 2026, 23:23

Kino International glänzt nach 18-monatiger Sanierung in neuem alten Licht

Das Lincoln Theater in Berlin, Deutschland, ein Gebäude mit Glasfenstern und -türen und einer Tafel mit Text darauf, zeigt verschiedene Gegenstände im Inneren und vermittelt den Eindruck einer pulsierenden Stadtlandschaft.

Kino International glänzt nach 18-monatiger Sanierung in neuem alten Licht

Das Kino International, die ikonische Ost-Berliner Filmspielstätte, hat nach 18 Monaten umfangreicher Sanierung wieder seine Pforten geöffnet. Die aufwendigen Arbeiten modernisierten das historische Kino, ohne seinen kulturellen Charakter zu beeinträchtigen. Dazu gehörten die Erneuerung der Infrastruktur, der Sitze sowie der Projektionstechnik.

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Das 1961 erbaute und 1963 eröffnete Kino International war einst das prestigeträchtigste Filmtheater der DDR für Premieren. Das seit 1990 unter Denkmalschutz stehende Haus blieb für 22 Monate geschlossen, um grundlegend saniert zu werden. Dabei verlegten Handwerker 3,5 Kilometer neue Rohrleitungen und erneuerten die Elektroinstallation – der Energieverbrauch sank dadurch um 70 %.

Besonderes Augenmerk lag auf der Restaurierung originaler Elemente, darunter der legendäre Perlenvorhang mit 40 Millionen Pailletten. Die Sitzplatzzahl wurde von 551 auf 506 reduziert, um mehr Beinfreiheit zu bieten, während die neue Projektionstechnik nun den Standards der Filmfestspiele von Cannes entspricht.

Die Kosten des über 10 Millionen Euro teuren Projekts trugen Bund, Land, Kulturstiftungen sowie Lotterieerträge. Weitere 5 Millionen Euro sind für künftige Modernisierungen der Nebenräume vorgesehen.

Das Kino International präsentiert sich nun als gelungene Symbiose aus historischem Flair und moderner Technik. Mit geringeren Energiekosten, verbessertem Komfort und hochwertiger Vorführungstechnik bleibt es ein zentraler Veranstaltungsort für Filmfestivals und kulturelle Events. In den kommenden Jahren sind zusätzliche Sanierungen der Nebenbereiche geplant.