Klaasohm-Fest auf Borkum 2025: Kein Kuhhorn-Schlagen mehr – aber mehr Sicherheit
Leila BlochKein weiteres Schlagen mit Kuhhörnern beim Klaasohm auf Borkum - Klaasohm-Fest auf Borkum 2025: Kein Kuhhorn-Schlagen mehr – aber mehr Sicherheit
Kein Kuhhorn-Schlagen mehr beim Klaasohm-Fest auf Borkum
Kein Kuhhorn-Schlagen mehr beim Klaasohm-Fest auf Borkum
Kein Kuhhorn-Schlagen mehr beim Klaasohm-Fest auf Borkum
Das Klaasohm-Fest auf der Nordseeinsel Borkum führt für 2025 strengere Sicherheitsvorkehrungen ein – als Reaktion auf massive Kritik im vergangenen Jahr. 2024 hatte das traditionelle Volksfest bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, nachdem bekannt wurde, dass Frauen im Rahmen eines alten Brauchs mit Kuhhörnern geschlagen worden waren. Trotz Polizeieinsatzes sorgten Vorwürfe wegen Körperverletzung und Justizbehinderung für Forderungen nach einem Umdenken.
Auslöser der Debatte war 2024 ein Bericht des ARD-Magazins Panorama, das die umstrittene Tradition thematisierte, bei der Frauen mit Kuhhörnern geschlagen wurden. Die Ausstrahlung löste landesweite Empörung aus, woraufhin die Veranstalter – der Verein Borkumer Jungens – die Praxis umgehend abschafften. Bürgermeister Jürgen Akkermann betonte später, dass das Schlagen mit Hörnern nie offizieller Bestandteil des Festes gewesen sei.
Während des Festes 2024 war die Polizei mit Kräften vor Ort, und die Behörden verzeichneten keine größeren Zwischenfälle. Dennoch gingen 25 Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung sowie Vorwürfe der Justizbehinderung ein. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein, da keine der Betroffenen offiziell Anzeige erstattete.
Für 2025 präsentierten die Veranstalter nun ein umfassendes Sicherheitspaket. Dazu gehören verstärkte Polizeistreifen, geschulte Ordner sowie geschützte Rückzugsräume für Frauen. Zudem wurde eine spezielle Hotline eingerichtet, die von einer unabhängigen Opferberatungsstelle in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei und dem kommunalen Krisenteam betrieben wird. Die Hotline ermöglicht es Betroffenen, Vorfälle vertraulich zu melden, und sorgt für eine abgestimmte Reaktion, um weitere Übergriffe zu verhindern.
Die neuen Maßnahmen sollen die Defizite des Vorjahres beheben, indem sie klare Meldestrukturen und vor-Ort-Hilfe bieten. Zwar verlief das Fest 2024 ohne offizielle Vorfälle, doch die fehlenden Anzeigen ließen viele Fälle ungesühnt. Der Plan für 2025 zeigt den Willen, Vertrauen zurückzugewinnen und allen Besuchern ein sicheres Umfeld zu garantieren.
