Krach will Berlins Wohnungsnot mit Mietregister und schärferen Kontrollen bekämpfen
Leila BlochKrach will Berlins Wohnungsnot mit Mietregister und schärferen Kontrollen bekämpfen
Steffen Krach, der Spitzenkandidat der SPD für die anstehende Berliner Wahl, hat die Wohnungsfrage zum zentralen Thema seines Wahlkampfs gemacht. Mit neuen Maßnahmen – darunter strengere Kontrollen und mehr Transparenz auf dem Mietmarkt – will er die drängenden Probleme der Stadt angehen: Wohnungsmangel und explodierende Mieten.
Krach betonte die langjährige Bemühungen der SPD, bezahlbaren Wohnraum zu sichern, und behauptete, seine Partei setze sich bereits länger für Lösungen ein als die Linke. Als wichtigen Erfolg unter SPD-Führung nannte er die Einrichtung der Berliner Mietpreisbremse. Nun fordert er die Bundesregierung auf, den Ländern die Wiedereinführung von Mietobergrenzen zu ermöglichen – mit dem Argument, dass Kommunen mehr Spielraum zur Preiskontrolle benötigen.
Bald soll ein stadtweites Mietregister eingeführt werden, das Krach als „bahnbrechende Entwicklung“ bezeichnete. Es solle dringend benötigte Transparenz in den chaotischen Berliner Mietmarkt bringen. Vermieter, die Mieter ausnutzen, sind gewarnt: Ab Anfang 2027 werden Mietkontrolleure mit Inspektionen beginnen.
In einem lockeren Moment forderte Krach Berlins regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zu einem Tennismatch heraus. Mit Blick auf einen Stromausfall 2023, als Wegner auf einem öffentlichen Platz Tennis spielte, scherzte Krach, er werde ihn genau dort herausfordern.
Krachs Wahlkampf konzentriert sich auf schnelle Maßnahmen gegen steigende Mieten und Wohnungsnot. Das Mietregister und die geplanten Kontrollen sollen bis 2027 für Stabilität auf dem Markt sorgen. Seine Forderung nach bundesweiter Zulassung von Mietobergrenzen könnte – falls umgesetzt – die Berliner Wohnungspolitik grundlegend verändern.






