28 April 2026, 04:23

Krankenkassen-Chefs fordern Reformen für mögliche Beitragssenkung bis 2030

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt: "Millionen von Amerikanern sparen durchschnittlich 800 USD im Jahr auf ihre Krankenversicherungsprämien thanks to the Inflation Reduction Act" in der Mitte, mit einem Logo darunter.

Krankenkassen-Chefs fordern Reformen für mögliche Beitragssenkung bis 2030

Spitzenvertreter der Krankenkassen diskutieren mögliche Senkung der Beitragssätze – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Andreas Storm und Jens Baas, die Chefs zweier großer Kassen, skizzierten die notwendigen Schritte für eine Reduzierung. Beide betonten, dass Änderungen bei der Finanzierung und politischer Wille unverzichtbar seien.

Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, bezeichnete aktuelle Pläne zur Beitragssenkung angesichts des bisherigen Gesetzesentwurfs zunächst als unrealistisch. Eine Senkung um 0,5 Prozentpunkte sei seiner Meinung nach nur möglich, wenn bis 2030 bestimmte Ausgaben auf den Bundeshaushalt verlagert würden. Konkret verwies er darauf, dass die Kosten für die Krankenversicherung von Grundsicherungsempfängern vollständig aus Steuermitteln gedeckt werden müssten.

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Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), unterstützte die Forderung nach Reformen, warnte jedoch vor einer Verwässerung der geplanten Maßnahmen. Fairere Finanzierungsregeln für Sozialleistungsempfänger und Einsparungen bei Arzneimitteln könnten den Weg für niedrigere Beiträge ebnen, so Baas. Beide Spitzenvertreter waren sich einig: Nur wenn die Politik an den aktuellen Reformplänen festhalte, seien spürbare Entlastungen möglich.

Die Debatte zeigt eine gemeinsame Haltung der Kassenvertreter: Beitragssenkungen sind denkbar – aber nur mit strukturellen Änderungen bei der Finanzierung und konsequentem politischen Handeln.

Damit die Beiträge sinken können, müssten die Krankenversicherungskosten für Grundsicherungsempfänger vollständig aus Steuermitteln getragen werden. Zudem wurden schrittweise Ausgabenverlagerungen und strengere Kontrollen bei den Arzneimittelausgaben vorgeschlagen. Ohne diese Anpassungen lässt der aktuelle Gesetzesentwurf kaum Spielraum für Senkungen.

Quelle