Kriminalität in Osnabrück sinkt – doch Gewalt bleibt ein Problem
Die Polizei in Osnabrück verzeichnet für das Jahr 2025 einen leichten Rückgang der Gesamtkriminalität. Im vergangenen Jahr wurden 81.539 Straftaten registriert – ein Minus von 2 Prozent im Vergleich zu 2024. Trotz dieses Rückgangs bleiben bestimmte Bereiche wie Gewaltkriminalität und häusliche Gewalt weiterhin besorgniserregend.
Seit 2005 ist die Zahl der Straftaten insgesamt um 23.000 gesunken, was auf einen langfristigen Abwärtstrend hindeutet. Im Jahr 2025 gingen die von Kindern und Jugendlichen begangenen Delikte leicht auf 5.868 Fälle zurück. Innerhalb dieser Gruppe stieg jedoch die Zahl der Tatverdächtigen unter 14 Jahren, während sie bei den 14- bis 18-Jährigen sank.
Die Gewaltkriminalität blieb auf hohem Niveau: 14.568 Fälle wurden erfasst, darunter fast 10.000 Körperverletzungen. Auch Messerdelikte nahmen zu und erreichten 438 Fälle – die meisten davon Drohungen, nicht tatsächliche Angriffe. Die Zahlen zu häuslicher Gewalt blieben mit 4.893 Fällen unverändert und damit bedenklich hoch.
Positiv zu vermerken ist, dass die Aufklärungsquote in der Region die höchste im Land ist. Die Polizei führt diesen Erfolg auf die gute Zusammenarbeit mit der Bevölkerung zurück und ruft die Bürger weiterhin dazu auf, verdächtige Aktivitäten zu melden. Da keine spezifischen Daten zu Cyberkriminalität in Osnabrück vorliegen, waren Vergleiche mit anderen Regionen wie Reutlingen – wo die Cyberkriminalität im Inland um 21,3 Prozent zurückging – nicht möglich.
Die allgemeine Sicherheitslage in Osnabrück bleibt stabil, und die Kriminalitätsrate sinkt weiter. Dennoch bestehen Herausforderungen, insbesondere bei Gewaltkriminalität und häuslicher Gewalt. Die Behörden betonen, wie wichtig anhaltende Wachsamkeit der Bevölkerung ist, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Aufklärung von Straftaten zu verbessern.






