Kulturhaushalt 2027: Österreich kürzt Museen und Denkmalschutz – doch nicht alle leiden
Francesco HeinrichKulturhaushalt 2027: Österreich kürzt Museen und Denkmalschutz – doch nicht alle leiden
Die österreichische Bundesregierung hat den Haushalt für Kunst und Kultur für die Jahre 2027 und 2028 finalisiert. Vizekanzler Andreas Babler verhinderte zwar drastische Kürzungen, doch einige Einsparungen bleiben bestehen. Insgesamt wird der Sektor im kommenden Jahr ein Minus von 3,3 Prozent verzeichnen.
Die Förderung für Bundeskunstmuseen sinkt auf 151,2 Millionen Euro – sowohl 2027 als auch 2028. Besonders betroffen ist das Museum für Volkskunde: Sein Sanierungsetat wird um 11,4 Millionen Euro gekürzt. Auch der Denkmalschutz muss mit einem Rückgang von einer Million Euro auskommen.
Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) erhält im Zweijahreszeitraum insgesamt 37 Millionen Euro. Das Förderprogramm FISAplus bleibt in dieser Zeit unverändert. Die Basisfinanzierung der Bundestheater verbleibt bei jährlich 204,2 Millionen Euro.
2026 brachte das Burgtheater die Uraufführung von Haut unserer Zähne auf die Bühne. Die Gesamtförderung für Kunst und Kultur wird 2027 auf 181 Millionen Euro sinken.
Die Haushaltsanpassungen treten 2027 in Kraft. Einige Einrichtungen wie das ÖFI und die Bundestheater behalten stabile Mittel. Andere, darunter Museen und Denkmalschutzprojekte, müssen mit geringeren finanziellen Zuwendungen auskommen.
