16 April 2026, 22:19

Kunst als Protest: Wie Postkarten iranische Frauen und Aktivist:innen unterstützen

Eine Gruppe iranischer Frauen in schwarzer Kleidung, einige mit Brille, halten Fotos des Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad während einer Demonstration in Tehran hoch.

Kunst als Protest: Wie Postkarten iranische Frauen und Aktivist:innen unterstützen

"Postkarten für den Iran": Eine neue Solidaritätsinitiative für iranische Frauen, Journalist:innen und Aktivist:innen

Ein neues gemeinnütziges Projekt namens Postkarten für den Iran ist gestartet, um iranische Frauen, Journalist:innen und Aktivist:innen zu unterstützen. Der in Berlin ansässige Fotograf Lenny Rothenberg hat die Initiative gemeinsam mit 21 weiteren Künstler:innen ins Leben gerufen, um sowohl Spenden als auch Aufmerksamkeit für die anhaltenden Kämpfe im Iran zu sammeln.

Die Kampagne verkauft limitierte Postkarten-Sets, deren gesamter Erlös direkt an Bedürftige fließt. Die Idee entstand, als Rothenberg erkannte, dass die Menschen im Iran mehr brauchen als nur finanzielle Hilfe – sie benötigen globale Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit. Er wollte die Fotografie als Werkzeug nutzen, um ihre Geschichten zu verstärken und Solidarität zu fördern.

Gemeinsam mit Kolleg:innen, darunter die Fotografin Chiara Baluch, schuf er 44 einzigartige Postkarten. Jedes Set kostet 22 Euro, und bereits in den ersten Tagen wurden über 100 davon verkauft. Das Ziel ist es, diese Zahl in den kommenden Wochen mindestens zu verdoppeln.

Baluch, eine der beteiligten Künstlerinnen, bezeichnete das Projekt als eine Ehre. Sie ist überzeugt, dass selbst kleine Initiativen wie diese sinnvolle Veränderungen anstoßen können. Rothenberg arbeitet zudem mit der iranischen Sektion von Amnesty International zusammen, um sicherzustellen, dass die Gelder die wirksamsten Programme erreichen.

Über die Spendensammlung hinaus soll die Initiative die Verbindung zwischen Künstler:innen und Gemeinschaften stärken. Die Postkarten dienen dabei sowohl als kreative Ausdrucksform als auch als Aufruf zu größerer internationaler Unterstützung.

Sämtliche Einnahmen kommen iranischen Frauen, unabhängigen Journalist:innen und lokalen Aktivist:innen zugute. Die Organisator:innen hoffen, dass das Projekt nicht nur finanzielle Hilfe leistet, sondern auch die Debatte über die Lage im Iran wachhält.

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Angesichts des wachsenden Interesses könnte Postkarten für den Iran seine Reichweite ausbauen und weitere Künstler:innen sowie Unterstützer:innen gewinnen.

Quelle