Landarztquote zieht 44 neue Medizinstudierende nach Niedersachsen – mit klaren Verpflichtungen
Leila Bloch44 angehende Landärzte beginnen Medizinstudium - Landarztquote zieht 44 neue Medizinstudierende nach Niedersachsen – mit klaren Verpflichtungen
44 neue Medizinstudierende beginnen Landarzt-Studium in Niedersachsen
Dieser Winter haben 44 neue Medizinstudierende in Niedersachsen ihr Studium im Rahmen der Landarztquote aufgenommen. Das Programm soll den Ärztemangel bekämpfen, indem es künftige Hausärztinnen und Hausärzte für unterversorgte ländliche Regionen ausbildet. Alle 60 verfügbaren Plätze für das Wintersemester 2025/26 wurden vergeben – ein Zeichen für die stetige Entwicklung des Programms.
Die aktuelle Kohorte besteht aus 30 Frauen und 13 Männern. 18 von ihnen studieren in Hannover, 14 in Göttingen und 12 in Oldenburg. Alle haben sich verpflichtet, nach ihrer Approbation mindestens zehn Jahre in ländlichen Gebieten zu arbeiten. Bei einem Rückzug droht eine Vertragsstrafe von bis zu 250.000 Euro.
Die Bewerbungen für die diesjährige Quote gingen auf 204 zurück – weniger als in den Vorjahren. Zudem wurde die Bewerbungsfrist auf Ende Februar vorgezogen. Für das Sommersemester werden in Göttingen zusätzlich 15 Plätze angeboten, wobei die genauen Zahlen aus dem Jahr 2023 noch unklar sind. Das Land verzeichnet weiterhin einen Mangel: Im Frühjahr fehlten 250 Ärztinnen und Ärzte, um die medizinische Grundversorgung vollständig zu sichern. Um künftige Bewerbungsverfahren zu vereinfachen, öffnet das Portal am 1. Januar 2026 wieder, mit einer neuen Frist bis 31. Januar.
Die Landarztquote wird weiter ausgebaut, immer mehr Studierende verpflichten sich zur Tätigkeit im ländlichen Raum. Das Bewerbungsverfahren für das nächste Jahr startet früher, um den Kandidatinnen und Kandidaten mehr Vorbereitungszeit zu geben. Der langfristige Erfolg des Programms hängt davon ab, ob es gelingt, die Ärztinnen und Ärzte dauerhaft in unterversorgten Regionen zu halten.
