"Licht für alle" lockt volle Kirche mit Rockmusik und Kerzenzauber nach Tiefenort
Sylvio Thies"Licht für alle" lockt volle Kirche mit Rockmusik und Kerzenzauber nach Tiefenort
"Licht für alle" in Tiefenort: Volle Kirche bei ungewöhnlichem Gottesdienst
Am 1. Februar 2025 zog die St.-Petri-Kirche in Tiefenort mit ihrem Licht für alle-Gottesdienst ein volles Haus an. Trotz eisiger Temperaturen und eines gut gefüllten Dorfveranstaltungskalenders lockte der ungewöhnliche Abend zahlreiche Besucher an – darunter viele junge Menschen. Der Gottesdienst verband Rockmusik, theatralisches Storytelling und einen kerzenbeleuchteten Abschluss zu einem einzigartigen spirituellen Erlebnis.
Der Abend gestaltete sich als geführte Reise, geprägt von szenischen Darstellungen und gipfelnd in einem Kerzenritual. Pfarrer Thomas Volkmann beteiligte sich musikalisch und spielte Keyboard in der Band The Quiet Side – eine Verbindung aus rockiger Energie und traditioneller geistlicher Präsenz. Ihr Auftritt wurde zum musikalischen Höhepunkt des Abends, mit einem Programm, das von besinnlichen Balladen bis zu mitreißenden Hymnen reichte.
Die Predigt rückte Jesu Botschaft als Kraft der Verwandlung und Hoffnung in den Mittelpunkt – nicht als fernes Ideal. Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Besucher vor der Kirche zu persönlichen Segnungen, Glühwein und Gesprächen, die sich bis spät in den Abend hinzogen. Die offene Türpolitik der Gemeinde förderte das Verweilen und stärkte so ein Gemeinschaftsgefühl, wie es nach klassischen Gottesdiensten selten zu erleben ist.
Anders als herkömmliche Liturgien brach Licht für alle mit Konventionen und sprach damit Menschen an, die sonst selten in die Kirche kommen. Die Mischung aus moderner Musik, interaktiven Elementen und lockeren Begegnungsräumen sorgte für eine lebendige und einladende Atmosphäre.
Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt – ein deutliches Zeichen für das lokale Interesse an alternativen Gottesdienstformaten. Die Besucher verließen den Ort mit persönlichen Segnungen und intensiven Gesprächen, was darauf hindeutet, dass der Abend tiefere Verbindungen schuf. Zwar liegen keine genauen Teilnehmerzahlen vor, doch der Erfolg hat bereits Diskussionen über künftige Veranstaltungen angeregt, die Tradition mit zeitgemäßer Ansprache verbinden.
