08 May 2026, 08:17

Logistikbranche in Deutschland kämpft 2024 mit Rekordinsolvenzen und Liquiditätsengpässen

Liniendiagramm mit der Bezeichnung "Globaler Containerfrachtindex", das jährliche Frachtmengen mit unterschiedlichen Balkenhöhen zeigt.

Logistikbranche in Deutschland kämpft 2024 mit Rekordinsolvenzen und Liquiditätsengpässen

Deutschlands Transport- und Logistikbranche steht 2024 unter zunehmendem finanziellen Druck

Die Zahl der Insolvenzen steigt, und die verschärften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen setzen viele Unternehmen schwer zu. Branchenexperten warnen: Ohne stärkere Unterstützung könnte sich die Lage im kommenden Jahr weiter verschlechtern.

Allein in diesem Jahr meldeten 469 Logistikunternehmen in Deutschland Insolvenz an – ein Anstieg um 5,6 Prozent im Vergleich zu 2023. Steigende Dieselpreise, hohe Vorabkosten für Kraftstoff und schmale Gewinnspannen belasten die Betriebe. Viele Firmen müssen Treibstoff sofort bezahlen, warten aber bis zu 60 Tage auf die Zahlungen ihrer Kunden, was die Liquiditätsprobleme verschärft.

Laut dem Kreditversicherer Atradius reichen die bisherigen Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung nicht aus, um die Branche zu entlasten. Jedes vierte kleine und mittlere Transportunternehmen ist mittlerweile von der Pleite bedroht. Für 2025 wird ein Rückgang des Sektors um 2,1 Prozent erwartet – ein deutlicher Bruch mit den bisherigen Wachstumstrends.

Weltweit wird das Wachstum im Transport- und Logistikbereich für 2025 nun mit 2,4 Prozent prognostiziert, nach früheren Schätzungen von 3,4 Prozent. Sollten sich die Störungen in der Straße von Hormus über sechs Monate hinziehen, könnte das Wachstum sogar vollständig zum Erliegen kommen. Zudem treiben die explodierenden Energiekosten die Lebensmittelpreise kurz- bis mittelfristig um bis zu zehn Prozent in die Höhe.

Die Aussichten für die deutsche Logistikbranche bleiben düster: Die Insolvenzzahlen steigen, die Gewinne geraten unter Druck. Ohne entschlossenes Gegensteuern drohen weitere Schrumpfungsprozesse und höhere Verbraucherkosten. Die Krise der Branche könnte auch das globale Handelswachstum im kommenden Jahr bremsen.

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