10 February 2026, 00:31

Lüneburg plant Willkommenszentrum für internationale Fachkräfte bis 2027

Eine Karte von Stuttgart, Deutschland, in zwei Teile geteilt mit Text oben und unten, die eine klar markierte Standortvorschlag zeigt.

Lüneburg plant Willkommenszentrum für internationale Fachkräfte bis 2027

Neues Willkommenszentrum für internationale Fachkräfte soll in Lüneburg entstehen

Das Regionale Bildungszentrum der Volkshochschule (VHS) Lüneburg übernimmt die Leitung des Projekts, das die Lücken zwischen ausländischen Fachkräften und heimischen Unternehmen schließen soll. Geplant ist ein Förderantrag bei der Fachkräfteallianz, um den Arbeitskräftemangel in Schlüsselbranchen zu mildern.

Bis Ende 2025 werden in Niedersachsen bereits drei Willkommenszentren für internationale Talente in Hannover, Braunschweig und Oldenburg in Betrieb sein. Ein landesweites Netzwerk wächst stetig – mit Standorten in Regionen wie Osnabrück, Stade, Celle und Göttingen. Bis 2027 sollen insgesamt zehn Zentren entstehen. Die VHS Lüneburg will sich dieser Initiative anschließen und die Kernaufgaben des lokalen Willkommenszentrums übernehmen.

In enger Zusammenarbeit mit dem etablierten Willkommenszentrum im Heidekreis wird die VHS bewährte Schulungsmethoden und eine gemeinsame Wissensbasis übernehmen. Diese Kooperation sichert einheitliche Unterstützungsangebote für ausländische Arbeitskräfte. Durch die Ansiedlung des Projekts bei der VHS besteht von Anfang an eine direkte Anbindung an bestehende Unternehmensnetzwerke.

Die Aufgaben des Zentrums gehen über die reine Arbeitsvermittlung hinaus: Es fungiert als zentrale Anlaufstelle für Beratung und unterstützt internationale Fachkräfte bei der sozialen und beruflichen Integration. Lokale Unternehmen – insbesondere in den Bereichen Gesundheitswesen, Einzelhandel und Altenpflege – erhalten gezielte Hilfe, um ausländische Talente zu gewinnen und langfristig zu binden. Offene Stellen in diesen Branchen bleiben oft monatelang unbesetzt, was die Dringlichkeit des Vorhabens unterstreicht.

Starke Partnerschaften mit regionalen Akteuren bilden das Rückgrat des Projekts. Die VHS versteht sich als Schnittstelle zwischen Bildung, Beschäftigung und sozialer Teilhabe: Ausländische Fachkräfte erhalten frühzeitige Orientierung, während Unternehmen Zugang zu einem größeren Unternehmenspool bekommen.

Das Lüneburger Willkommenszentrum wird den Arbeitskräftemangel durch beschleunigte Integration internationaler Fachkräfte angehen. Unternehmen in betroffenen Branchen profitieren von verbesserten Rekrutierungsmöglichkeiten, während ausländische Fachkräfte eine dedizierte Anlaufstelle für ihren Start in der Region erhalten. Der Erfolg des Projekts hängt von Zusammenarbeit, erprobten Strategien und einer nachhaltigen Vernetzung mit lokalen Partnern ab.

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