09 December 2025, 18:44

Lüneburgs Radpläne drohen zu scheitern – CDU will Verkehrswende stoppen

Gebäude säumen Straße, auf der wenige Menschen Fahrrad fahren.

Lüneburgs Radpläne drohen zu scheitern – CDU will Verkehrswende stoppen

Verkehrswende war gestern

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Lüneburg sollte bis 2032 fahrradfreundlich werden – doch die örtliche CDU will das nun rückgängig machen.

  1. Dezember 2025, 07:58 Uhr

Ein ambitionierter Fahrradförderplan in Lüneburg steht vor dem Aus – trotz großer öffentlicher Unterstützung. Der Stadtrat hatte 2022 den Forderungen der Bürgerinitiative Radentscheid zugestimmt, doch finanzielle und logistische Hindernisse gefährden nun die Umsetzung. Aktivist:innen kündigen Widerstand an, falls das Projekt aufgegeben wird.

Im Jahr 2022 beschloss der Lüneburger Stadtrat, die Ziele des Radentscheids umzusetzen – einer von Bürger:innen getragenen Initiative für eine bessere Radinfrastruktur. Geplant waren neue Fahrradwege, sichere öffentliche Fahrradabstellplätze, sicherere Kreuzungen und eine durchgehende Radroute um die Altstadt. Doch die Zustimmung des Rates kam mit einer Bedingung: Sollten Mittel oder Personal fehlen, könnten Anpassungen vorgenommen werden.

Seitdem kämpft die Verwaltung mit einem zentralen Punkt des Plans: Die Umwandlung einer Straßenstrecke in eine Fahrradspur würde Parkplätze kosten – und die nötigen Bundesmittel sind bis heute nicht bewilligt. Infolgedessen erwägt die Ratsmehrheit nun, die gesamte Verkehrstransition-Strategie aufzugeben.

Der Aktivist Orth, Sprecher der Radentscheid-Kampagne, kritisiert den möglichen Rückzieher scharf. Die Initiative prüft rechtliche Schritte, um das Vorhaben zu retten. Falls nötig, drohen die Aktivist:innen sogar mit einer neuen Bürgerinitiative, um das Projekt wiederzubeleben.

Die Zukunft der Lüneburger Fahrradförderung bleibt ungewiss. Ohne zusätzliche Finanzierung oder eine Lösung für die Parkplatzfrage könnte der Stadtrat den Plan komplett verwerfen. Die Aktivist:innen bereiten sich darauf vor, die Entscheidung anzufechten – notfalls vor Gericht oder mit einer neuen öffentlichen Kampagne.