Madsack reformiert Führung bei DDV und LVDG nach Dietmanns Abschied
Dora CichoriusMadsack reformiert Führung bei DDV und LVDG nach Dietmanns Abschied
Die Madsack Mediengruppe gestaltet die Führungsstrukturen bei zwei ihrer wichtigsten Tochtergesellschaften neu. Künftig wird ein duales Führungsteam die Geschäfte der DDV Mediengruppe und der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft (LVDG) übernehmen. Die Umstrukturierung erfolgt im Zuge des Rückzugs des langjährigen Managers Carsten Dietmann aus dem operativen Tagesgeschäft.
Carsten Dietmann, 63, hat über viele Jahre maßgeblich die Entwicklung der DDV Mediengruppe geprägt. Er wechselt nun in eine Beraterrolle und wird die Madsack-Gruppe bis Ende 2023 unterstützen. Bis zum 31. März 2023 bleibt er für die Übergabe seiner operativen Aufgaben verantwortlich.
Das neue Führungsmodell setzt auf zwei Verantwortliche mit klar getrennten Zuständigkeiten: Björn Steigert, seit 2014 Geschäftsführer der LVDG, übernimmt die Leitung der Markt- und Vertriebsaktivitäten. Elisabeth Tenner, die seit 2022 die Personal- und Rechtsabteilungen der DDV Mediengruppe leitet, zeichnet für strukturelle und organisatorische Themen verantwortlich.
Das Medienportfolio der Madsack-Gruppe bleibt umfangreich: Es umfasst 23 Zeitungstitel, das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sowie digitale Plattformen. Die Publikationen erreichen rund zwei Millionen Abonnenten in Print-, Digital- und Newsletter-Formaten. Die Chefredakteurinnen Hannah Suppa (Leipziger Volkszeitung) und Annette Binninger (Sächsische Zeitung) bleiben in ihren Positionen.
Die Neugestaltung der Führungsebene steht für einen Wandel bei gleichzeitiger Kontinuität in zentralen Bereichen. Dietmanns Beraterfunktion soll einen reibungslosen Übergang sichern, während das duale Management die operative Stärke der Gruppe weiter ausbauen will. Die Medienmarken von Madsack, darunter RND und die digitalen Angebote, bleiben für ihre breite Leserschaft unverändert verfügbar.
