Mainz setzt 2026 wieder auf Feuerwerk trotz Umweltdebatte und Tierschutz
Sylvio ThiesMainz setzt 2026 wieder auf Feuerwerk trotz Umweltdebatte und Tierschutz
Mainz kehrt zum traditionellen Feuerwerk beim Rheinischen Frühlingsfest zurück – trotz Umweltdiskussion
Nach dem Debüt einer Drohnen-Lichtshow im vergangenen Jahr setzt Mainz beim Rheinischen Frühlingsfest 2026 wieder auf klassisches Feuerwerk. Die Entscheidung folgt dem öffentlichen Wunsch, obwohl die Stadt zunehmend Wert auf Umwelt- und Tierschutz legt. Die Veranstalter haben für das Fest zwei Feuerwerke geplant.
Im Vorjahr hatte das Mainzer Johannisnacht-Fest sein traditionelles Feuerwerksfinale durch eine Drohnenshow ersetzt. Die Umstellung kostete über 30.000 Euro – fast das Doppelte der 17.000 Euro, die für konventionelles Feuerwerk anfielen. Bürgermeister Nino Haase (parteilos) unterstützte den Wechsel und betonte, Drohnen seien umweltfreundlicher und optisch beeindruckender.
Städtische Vertreter hatten auf veränderte gesellschaftliche Einstellungen, ökologische Auswirkungen und den Tierschutz verwiesen, um den Verzicht auf Feuerwerk zu begründen. Doch der Schaustellerverband, der die Shows selbst finanziert und organisiert, entscheidet sich nun für die Rückkehr zur Tradition beim Rheinischen Frühlingsfest. Die Veranstaltung findet am Samstag, 28. März 2026, von 12 Uhr mittags bis Mitternacht statt – mit einem Eröffnungssfeuerwerk am Rheinufer.
Ein zweites Feuerwerk ist für Samstag, den 11. April geplant. Der Verband begründet die Rückkehr mit der starken Nachfrage der Besucher nach klassischen Höhepunkten.
Somit wird das Rheinische Frühlingsfest 2026 an zwei Samstagen mit Feuerwerk gefeiert. Zwar hat die Stadt Alternativen wie Drohnenshows erprobt, doch die Entscheidung der Schausteller spiegelt die anhaltende Beliebtheit traditioneller Spektakel wider. Die Veranstaltungen werden weiterhin vollständig vom Verband organisiert und finanziert.






