31 December 2025, 16:49

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

Schödel auf Glastellern mit Fotos der Menschen darunter, mit einem Plakat von Bildern, Tafeln und Lichtern im Hintergrund.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Mainz und Rheinland-Pfalz verstorben. Ihr Wirken erstreckte sich über Politik, Kultur, Sport und Gesundheitswesen und hinterlässt in der Region bleibende Spuren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Unter ihnen waren langjährige Amtsträger, Künstler und Gemeinschaftsführer, deren Arbeit über Jahrzehnte hinweg lokale Traditionen und das öffentliche Leben prägte.

In der Politik verstarb Bernhard Vogel, ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, im Alter von 92 Jahren. Er hält den Rekord für die längste kumulierte Amtszeit als Regierungschef eines Bundeslandes – zwölf Jahre regierte er die Region, bevor er später Thüringen führte. Auch Herbert Mertin, Justizminister des Landes und FDP-Politiker, starb mit 66 Jahren. Er übte das Amt in zwei Legislaturperioden aus, zunächst von 1999 bis 2006 und erneut von 2016 bis zu seinem Tod.

Die Kultur- und Fastnachtszene verlor gleich mehrere Schlüsselfiguren. Dieter Wenger, der langjährige Chef-Wagengestalter des Mainz 05 Carneval-Vereins (MCV), verstarb mit 84 Jahren. Über sechs Jahrzehnte entwarf er die aufwendigen Motivwagen für den Rosenmontagszug. Elisabeth Klöver, Leiterin des MCV-Hofballetts, starb im Alter von 85 Jahren nach Jahrzehnten, in denen sie die Mainzer Fastnachtstraditionen mitprägte. Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 den Förderverein des Mainzer Unterhaus leitete, hinterlässt ein Erbe im lokalen Theaterbetrieb. Im Sport trauert man um Holger Bernhardt, den ehemaligen Torwart des 1. FSV Mainz 05, der bei einem Verkehrsunfall mit nur 52 Jahren ums Leben kam. Sigurd Spielmann, Ehrenmitglied desselben Vereins, verstarb mit 90 Jahren nach 70-jähriger Vereinszugehörigkeit.

In Medien und Gesundheitswesen verlor man mit Ekkehardt Gahntz einen erfahrenen ZDF-Nachrichtenjournalisten, der im Alter von 79 Jahren starb. Über 25 Jahre prägte er die Nachrichtensendungen des Senders. Der Onkologe Dr. Thomas Flohr verstarb mit 57 Jahren, nachdem er unzähligen Krebspatienten entscheidende Behandlung zuteilwerden ließ. Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, hinterlässt ein starkes Engagement für Barrierefreiheit. Ulf Glasenhardt, Koordinator für Kulturveranstaltungen, starb unerwartet nach Jahren, in denen er die Zusammenarbeit lokaler Einrichtungen förderte.

Die Todesfälle markieren das Ende ganzer Epochen in Politik, Kultur und gemeinnützigem Engagement. Ihr Schaffen – von Fastnachtswagen bis zu Rechtsreformen – wird Mainz und Rheinland-Pfalz weiterhin prägen. In den kommenden Wochen sind Gedenkveranstaltungen und Würdigungen ihrer Verdienste geplant.