Mainzer Kult-Weinstube Gebert schließt nach 48 Jahren für immer
Eine beliebte Mainzer Institution schließt Ende Juli 2026 ihre Türen
Die Weinstube Gebert, ein familiengeführtes Restaurant in Mainz-Neustadt, wird nach fast fünf Jahrzehnten ihren Betrieb einstellen. Die Schließung folgt auf den Ruhestand der 75-jährigen Inhaberin Marianne Gebert, die das Lokal 1978 gründete.
Die Weinstube erlangte im Laufe der Jahre überregionale Bekanntheit. 2019 kürte sie das Magazin Feinschmecker zum besten "Alltagsrestaurant" in Rheinland-Pfalz. Selbst prominente Gäste wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der 2018 mit der damaligen Ministerpräsidentin Malu Dreyer dort speiste, zogen die Tradition an.
Frank Gebert, der die Weinstube 2007 übernahm, fand trotz intensiver Suche keinen Nachfolger mit der nötigen Leidenschaft und Weinexpertise. Die Familie betonte, dass die Schließung weder auf finanzielle Schwierigkeiten noch auf die Pandemie zurückzuführen sei. Vielmehr fehle schlicht die richtige Person, um Marianne Geberts Erbe fortzuführen.
Die Entscheidung falle der Familie schwer, hieß es. Frank Gebert dankte den treuen Gästen und erinnerte an unvergessliche Momente mit den Besuchern. Zwar schließt die Weinstube, doch das Gebäude soll als Vineus Restaurant & Wine Bar neu eröffnet werden – konkrete Pläne stehen jedoch noch nicht fest.
Am 31. Juli 2026 wird die Weinstube Gebert ihren letzten Service anbieten. Mit dem Abschied der Familie endet eine Ära für diesen geliebten Ort. Wie es mit dem Lokal nach der Umfirmierung weitergeht, bleibt vorerst ungewiss.






