01 February 2026, 18:37

MAN-Werk Salzgitter sichert Arbeitsplätze bis 2035 mit Millioneninvestition

Ein Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund trägt die Aufschrift "Kindersklaverei ist eine nationale Gefahr - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen", das eine bunte Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

MAN-Werk Salzgitter sichert Arbeitsplätze bis 2035 mit Millioneninvestition

Ein neues Abkommen sichert langfristigen Arbeitsplatzschutz und umfangreiche Investitionen für die Beschäftigten am MAN-Werk in Salzgitter. Die mit der IG Metall ausgehandelte Vereinbarung garantiert die Beschäftigung bis mindestens 2035 und führt finanzielle Vorteile sowie Produktionsaufwertungen ein. Zudem wird der Standort durch eine Modernisierungsoffensive in Höhe von 59 Millionen Euro fit für die kommenden Jahrzehnte gemacht, um zentrale Fertigungsbereiche zu erhalten.

Laut den neuen Regelungen sind betriebsbedingte Kündigungen am Standort bis 2035 ausgeschlossen, mit einer möglichen Verlängerung bis 2040, sofern die Nachfrage anhält. Eine Beschäftigungssicherungsklausel ermöglicht zweijährige Verlängerungen, falls die Auslastung stabil bleibt. Die Mitarbeiter erhalten eine jährliche Netto-Prämie von 156 Euro für IG-Metall-Mitglieder sowie einen monatlichen Sachbezug von 30 Euro.

Das Abkommen verankert die Achsenproduktion in Salzgitter bis weit in die 2030er-Jahre und verwirft damit geplante Verlagerungen. Wichtige Komponenten wie Radflansche, nicht angetriebene Achszapfen und Sonderachsen bleiben vor Ort, ebenso wie Ersatzteillogistik und CKD-Montage. Eine Investition von 59 Millionen Euro soll den Standort modernisieren, die CBE-Kurbelwellenfertigung aufrüsten und die Kapazitäten ausbauen.

Ab 2025 tritt ein Gewinnbeteiligungsmodell in Kraft, dessen erste Auszahlungen im Mai 2026 fällig werden. Sämtliche entfallene Lohnbestandteile werden rückwirkend und in voller Höhe ausgeglichen, sodass gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte keine finanziellen Einbußen erleiden. Ein neu eingerichteter Lenkungsausschuss wird zudem die künftige Produktentwicklung und strategische Entscheidungen am Standort begleiten.

Die Vereinbarung gibt der Belegschaft in Salzgitter über ein Jahrzehnt Planungssicherheit. Mit Arbeitsplatzgarantien, neuen Investitionen und Gewinnbeteiligung wird die Rolle des Standorts innerhalb des Konzerns strukturell gestärkt. Die Produktion kritischer Achskomponenten bleibt damit langfristig in Deutschland verankert.

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