Marzahn Pride Week 2024: Sichtbarkeit als Akt des Widerstands
Marzahn Pride Week bereitet sich auf die siebte Auflage vor – mit dem Umzug als Höhepunkt
Das diesjährige Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ spiegelt die anhaltenden Herausforderungen wider, mit denen marginalisierte Gemeinschaften im Bezirk konfrontiert sind. Obwohl bisher keine konkreten rechtsextremen Drohungen bekannt sind, bleiben die Veranstalter:innen vorsichtig.
Hinter der Pride Week steht der Verein Quarteera e.V., der sich für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus einsetzt. Im vergangenen Jahr sah sich der Umzug mit Bedrohungen durch die neonazistische Gruppe „Deutsche Jugend Voran“ konfrontiert. In der Region häufen sich rechtsextreme Propaganda und körperliche Angriffe – ein Grund zur Besorgnis.
Vanessa Krah, Queer-Beauftragte von Marzahn, warnt davor, die Lage vorschnell als sicher einzuschätzen. 2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von Rechtsextremen gestört. Kurzfristige Bedrohungen gab es bereits in der Vergangenheit – Wachsamkeit bleibt daher unerlässlich.
Der Umzug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Ab 14:30 Uhr folgt ein queeres Nachbarschaftsfest, das die Feierlichkeiten fortsetzt.
Die Marzahn Pride Week steht für Widerstandsfähigkeit – aber auch für Risiken. Zwar gibt es in diesem Jahr keine bestätigten Gegenproteste, doch vergangene Vorfälle und lokale Spannungen erfordern weiterhin Aufmerksamkeit. Veranstalter:innen und Behörden beobachten die Situation genau.






